Alter Schwede!

by Astrid Staats 11 Juni 2008 No Comment

Ich hatte mir fest vorgenommen, heute einen Artikel über SEO zu schreiben – egal was, nur etwas Anderes als Fußball! Doch anscheinend bin nicht nur ich vom spannenden Gekicke abgelenkt, sondern auch alle PR-Abteilungen Europas, denn in schönster Sommerloch-Manier kommt bei mir keine einzige News zum Thema an.

Daher habe ich für Euch ein anderes Leckerlie:
Mr. Zehn Prozent ( zu finden bei wer-kennt-wen) schreibt in seinem dortigen Block Wunderbares über die Welt im Allgemeinen und über die Welt des Fussballs im Besonderen.

Daher anbei ein paar seiner Gedanken zum Thema (nochmals Danke für die Erlaubnis, sie hier zu veröffentlichen):

(…)Was für ein Resümee kann man nach diesen ersten Tagen
der EM ziehen? Es handelt sich zweifelsohne um ein
außerordentlich bierfreundliches Turnier. Nach dem
zweiten Spiel ist es stets noch früh genug, um drei
oder vier Stunden weitere Biere zu genießen, und das
erste Spiel beginnt spät genug, um den Frühstückstisch
bereits abgeräumt zu haben. Das ist schweizer
Präzisionsarbeit.
Es gibt erstaunlich viele Mannschaften, die sich in den
„erweiterten Favoritenkreis“ gespielt haben. Wenn
Portugal, Holland, Spanien und nicht zuletzt
Deutschland das angedeutete Niveau halten, werden wir
ab dem Viertelfinale nur noch Hammerspiele sehen. Allem
Anschein nach wird Deutschland im Viertelfinale gegen
Tschechien und im Halbfinale gegen Portugal gewinnen.
Da Spanien wie immer irgendwann in Schönheit verrecken
wird, heißt unser Endspielgegner Holland. Ich bin
begeistert! Eine bessere Dramaturgie kann es nicht
geben. Mal gucken, ob die morgigen Spiele hier noch
eine Nachjustierung erfordern. (…)

Und wer noch gar nicht weiß, was die EM überhaupt ist, sollte hier weiterlesen:
(…) Das Spielfeld ist sehr groß. Es misst in der Breite
sicherlich hundert Meter, ist aber auch ziemlich tief.
Man kann es sich eher wie ein Schwimmbecken als wie
eine Pferderennstrecke vorstellen. Die Personen, die
während des Spiels aktiv werden („Spieler“), müssen
also bereit sein, auch längere Wege zu Fuß
zurückzulegen. Dies in einem teilweise nicht
unerheblichen Tempo. Im Vergleich zum Spielfeld ist der
Ball (Spielgerät) recht klein geraten.

Es finden gar nicht so selten internationale Wettkämpfe
im Fußball statt. Beispielhaft sei die
Weltmeisterschaft im Jahre 2006 angeführt. Dort haben
sich Fußballmannschaften vieler Nationen zusammen
gefunden, um nach einem komplizierten System die
erfolgreichste Mannschaft zu ermitteln. Sollte der
Eindruck entstehen, nur Nationen spielten gegeneinander
Fußball, so ist das nicht ganz richtig. Richtig ist
zwar, dass jeder Spieler in aller Regel einer Nation
angehört. Innerhalb eines Staates können sich jedoch
Mannschaften bilden, denen Spieler verschiedener
Nationen angehören (Globalisierung, Einwanderung). Da
die Ermittlung einer spielstärksten Nation auf diese
Weise erheblich verkompliziert wird, werden bestimmte
Wettbewerbe auch nur zwischen diesen Clubs ausgetragen.
Bei der Weltmeisterschaft 2006 agierte etwa ein
Spieler, der zum einen Italiener ist, auf der anderen
Seite aber der Mannschaft „Bayern München“ angehört,
die in der BRD gebildet wurde. Allerdings stieß dieser
Spieler erst nach der Weltmeisterschaft zu der
Mannschaft Bayern München. Bei der Ermittlung des
Weltmeisters kommt es jedoch – etwas willkürlich –
nicht darauf an, in welchem Land der Club eines
Spielers ansässig ist, sondern auf seine Nationalität.
Im Wettstreit der Clubs kommt es grundsätzlich wiederum
nicht in erster Linie darauf an, welcher Nationalität
ein Spieler ist. Vielmehr werden innerhalb des
Rechtsraumes, in dem ein Club seinen Sitz hat,
sogenannte nationale Wettbewerbe (i.e. „Bundesliga“,
ein Wettstreit, der auch vom Tischtennis bekannt ist)
ausgetragen. In Deutschland heißt der Sieger dieses
Wettbewerbs (dessen System zu erläutern den Rahmen
dieses kurzen Überblicks sprengen würde) denn auch
„Deutscher Meister“, wobei, wie gesagt, die
Nationalität der Spieler unerheblich ist. Es kann somit
auch eine Mannschaft Deutscher Meister werden, in der
kein deutscher Staatsbürger engagiert ist. Dies
bedeutet jedoch nicht ohne weiteres, dass ein Verein
wie etwa Boca Juniors Deutscher Meister werden kann,
obwohl es sich um eine sehr spielstarke Mannschaft
handelt, der kein deutscher Staatsbürger angehört. Denn
der Sitz der Mannschaft Boca Juniors liegt nicht in der
Bundesrepublik. Wie bereits ausgeführt, ist für die
sog. nationalen Wettbewerbe aber eben jener Sitz
maßgeblich. (…)

Soweit.
In Bälde folgt Fachgesimpel aus der Welt des PPC und CTR – ich schwör’s! Bis dahin: viel Spaß weiterhin beim Fußball!

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