Analyse-Software – tut das not?
Die Grenzen von Google Analytics
Nachdem ich mich vor einigen Tagen darüber gefreut habe, dass das Google-Keyword-Tool nun auch konkrete Zahlenwerte liefert, habe ich in der Folgezeit häufiger darüber nachdenken müssen, ob man überhaupt noch eine kostenpflichtige Analyse-Software benötigt, wenn man doch Google Analytics kostenfrei nutzen kann.
Zunächst möchte ich Google mal wieder ein Kompliment machen: die Benutzeroberfläche von Google Analytics ist, meiner Meinung nach, ausgesprochen leicht verständlich und intuitiv bedienbar. Allerdings ist dieser Umstand auch der Tatsache geschuldet, dass Google Analytics in der kostenfreien Version keine uneingeschränkte Funktionalität zur Verfügung stellt. Wo sind nun aber die Grenzen von Google Analytics? Welche Daten kann ich mit der kostenlosen Version nicht erhalten?
1. Conversion-Ziele
Bei Google Analytics kann ich Conversion-Ziele definieren. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet das: ich definiere eine Aktion, die ich mir von meinem Besucher erhoffe. Dabei identifiziere ich eine Site, die der User nur erreichen kann, wenn er die gewünschte Aktion ausgeführt hat. Das kann zum Beispiel beim Abonnement eines Newsletters die “Vielen Dank für Ihre Anmeldung”-Site sein.
Nun ist dieses Feature bei Google Analytics auf vier Conversion-Ziele beschränkt.
Gerade Shop-Besitzer mit einer umfangreichen Website oder unzähligen Landing Pages zu größeren SEM-Kampagnen werden mit nur vier Conversion-Zielen nicht den Erfolg ihrer Webpräsenz ausreichend analysieren können. Auch gibt es bei Google Analytics eben die Beschränkung auf eine fixe URL, die als Conversion-Ziel-Seite festgelegt wird. Nicht berücksichtigt werden hier z.B. dynamische Elemente oder Click-Aktionen.
2. “last click wins”
Google Analytics arbeitet nach dem Prinzip: “last click wins”. Das hat gerade für Affiliates Bedeutung. Denn es ist durchaus denkbar, dass ein User z.B. durch ein Banner auf einer Affiliate-Seite auf ein Angebot aufmerksam wird, dieses Banner aber nicht anklickt, sondern zu Google weitersurft, um dort dann den Namen des Anbieters oder des Produktes ins Suchfeld einzugeben. Google identifiziert diese Aktion als Auslöser der Conversion.
Für einen Merchants ist es jedoch von Interesse, welche Kanäle, sei es z.B. Affiliate-Marketing, E-Mail-Marketing oder Keyword-Advertising, letztendlich, möglicherweise im Zusammenspiel, die Conversion ausgelöst haben.
3. Ein anderes PPC gefällig?
Abschließend das augenscheinlichste Defizit: selbstredend kann ich mit Google Analytics nur Google AdWord-Kampagnen tracken, nicht aber Kampagnen bei Yahoo!, MIVA, MSN oder anderen Anbietern.
Das wären die drei Hauptargumente, die mir gerade für eine kostenpflichtige Lösung einfallen. Nichts desto trotz bin ich natürlich angetan von der Tatsache, was man bei Google Analytics alles kostenfrei tracken kann. Und je nach Anspruch und Umfang des eigenen Webprojekts können die Daten von Google Analytics durchaus ausreichend sein.










Hallo,
schöner Post. Allerdings ist der dritte Punkt nicht ganz korrekt. Man kann sämtliche Kampagnen mit Google Analytics tracken!
Diese Info und viele weitere Tipps und Tricks gibts auf http://www.timoaden.de
Viele Grüße,
Timo
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