Coca Cola – Marke des Herzens?

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Coca Cola vs. Pepsi: der Blindtest

Bildquelle: fotolia / © alexlukin

Lass mich raten: Du bist ein Coca-Cola Fan? Oder magst Du vielleicht doch lieber Pepsi?

Was auch immer Dir besser schmeckt, eine Sache ist sicher: Du kannst Pepsi und Coca Cola immer auseinander halten! Der Geschmacksunterschied zwischen den Beiden ist einfach zu groß, um sie miteinander zu verwechseln.

Das dachten sich sicherlich auch die Versuchpersonen, die 1998 von McDonald und Chernatony zur Verkostung von Pepsi und Coca Cola geladen wurden. Ihnen wurde jeweils ein Glas Coca Cola und ein Glas Pepsi gereicht und sie sollten entscheiden, welche Marke ihnen besser schmeckt. Das Ergebnis: ohne Markendarbietung wurde Pepsi von mehr als der Hälte der Versuchspersonen als leckerer bewertet! Wurde die Limonade jedoch in einem Glas gereicht, das mit der jeweiligen Marke bedruckt war, fanden pötzlich 65% der Versuchspersonen Coca Cola leckerer.

Wie war das möglich?

Blindtest Coca Cola vs. Pepsi

Blindtest Coca Cola vs. Pepsi: ohne Markendarbietung hatte Pepsi die Nase vorn.

Tja, man kann dem Konsumenten eben nicht in den Kopf gucken.
Doch genau das taten Samuel McClure und seinen Kollegen der Houston Universität sechs Jahre später, um die Unterschiede des Pepsi-Tests zu erklären. Dabei wurde mit folgenden Bedingungen gearbeitet:

  1. Die Versuchspersonen gaben an, ob sie Pepsi oder Coca Cola präferieren oder keine Präferenz haben
  2. Den Versuchspersonen wurden Softdrinks gereicht, ohne einen Hinweis darauf, um welche Marke es sind handelt
  3. Die Versuchspersonen erhielten zwei Becher mit Limonade. Einer der Becher war jeweils mit Pepsi oder Coca Cola gekennzeichnet, so dass die Marke gezeigt wurde. Den Probanden wurde gesagt, dass im 2. Becher entweder die präsentierte Marke oder das Konkurrenzprodukt ist

In Bedingung 2 und 3 wurde die Hirnaktivität der Probanden gemessen. Der fMRI zeigte, dass in Bedingung 2 das gleiche Areal im Gehirn aktiviert wurde, nämlich der Bereich, der für Belohnung und Nahrungsaufnahme zuständig ist. So viel zur verhängnisvollen Erkenntnis, dass Schokolade glücklich macht :) Doch weiter im Text: in Bedingung 3 unterschieden sich die Ergebnisse plötzlich massiv. Hier wurden bei der Aktivierung der Marke Hirnregionen aktiviert, die für Emotionen und Selbstbild zuständig sind. Detaillierter: der dorsolaterale Präfrontalkortex, der Hippocampus und das Mittelhirn zeigten verstärkte Aktivität bei der Präsentation der Marke Coca Cola. Dies konnte bei Pepsi nicht getriggert werden. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse seht Ihr im Video:

 

Wir sehen also: der Geschmack zweier Softdrinks, die in ihrer Zusammensetzung faktisch nahezu austauschbar sind, wird maßgeblich von der Markenwahrnehmung beeinflusst. Eine starke Marke wie Coca Cola kann das Produkt selbst als „sensorisch wertvoller“ darstellen, selbst wenn die Ergebnisse der Blindtests eine andere Sprache sprechen.

Zum Abschluss ein Vorschlag zur Abendgestaltung: schnapp Dir doch mal Deinen Lebensabschnittsgefährten und wette mit ihm oder ihr, dass Du Gummibärchen am Geschmack erkennen kannst – mit verbundenen Augen versteht sich. Viel Spass dabei! (und pokere nicht zu hoch!)

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Author: Astrid Kramer

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