Framing Effekt

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Framing Effekt

Framing Effekt

Wenn etwas toll aussehen soll, braucht es einen tollen Rahmen. Das ist die halbe Miete.

Lässt sich der Mensch wirklich so leicht täuschen? Man ist geneigt, darauf mit einem klaren NEIN zu antworten, leider ist aber das Gegenteil der Fall. Menschen sind mehr oder weniger leicht beeinflussbar und ein Beispiel dafür ist der sogenannte Framing Effekt. Der „Frame“ ist dabei der Rahmen, in dem ein Produkt präsentiert wird.

Für die Kritiker unter Euch hier die Stimme der Wissenschaft:

Beim Framing wird beobachtet, dass oft minimale Veränderungen in der Art der Informationsvermittlung und geringfügige Variationen des Entscheidungskontextes zu oft dramatischen Verändungen im Entscheidungsverhalten führen.
(vgl. Volker Stocke, Framing und Rationalität: die Bedeutung der Informationsdarstellung für das Entscheidungsverhalten, Mannheim, Univ. Diss., 2000)

Ein Beispiel: Cola´s gibt es wie Sand am Meer. Billige Cola, teuer Cola und natürlich Coca Cola. Und natürlich schmeckt der Kunde die wahre Coca Cola aus allen anderen Produkten heraus (und würde aufgrund dieser Tatsache auch mehr Geld für das Markenprodukt ausgeben). In Studien wurde festgestellt, dass das Gegenteil der Fall ist. Im Blindtest haben die zwei angebotenen Sorten beiden Gruppen fast gleich gut geschmeckt. In der Verkostung, bei der der Markenname sichtbar war, tendierten fast alle zum Markenprodukt.
Auch das ganze Drumherum eines Produktes kann dabei Dinge vermitteln, die eigentlich gar nicht verkauft werden. Die Biermarke Jever wirbt beispielsweise mit herber Freiheit, der Küste und Freundschaft. Verkauft wird aber nicht mehr und nicht weniger als ein alkoholisches Getränk. Der Marlboro Mann wirbt mit einer sehr maskulinen Erscheinung für das männliche, Wilde (aus dem Wilden Westen) und Freiheit. Tatsächlich ist er an Lungenkrebs gestorben und verkauft wird nichts von alledem.

Wer es schafft, sein Produkt mit positiven Erwartungen zu verknüpfen, kann so eine ganz neue Zielgruppe erreichen. Das bedeutet im Umkehrschluss mehr Kunden und damit mehr Umsatz. Solche Kampagnen sind allerdings nicht gerade günstig. Ein Imageaufbau ist langwierig und kostet erst einmal nur Geld. Langfristig gesehen zahlt sich diese Investition allerdings aus.

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Author: Astrid Kramer

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