Ist Google internetfeindlich?

by Astrid Jacobi 27 Januar 2013 36 Comments

Disclaimer:

Geneigter Leser, dies hier ist ein Kommentar. Nur meine ganz persönliche Meinung und Gedanken, die mich seit Wochen beschäftigen. Stell Dir einfach vor, wir sitzen irgendwo zusammen beim Bier und diskutieren über Gott, Google und die Welt. Ein durchaus realistisches Szenario :) Daher vergib mir Emotionalitäten, gelegentlich aufpoppenden Pathos und Gedankensprünge. Das hier muss einfach raus! Prost!

Anlass zu diesem Artikel ist die Ankündigung von Google, die Bildersuche „schneller und benutzerfreundlicher“ zu gestalten. Was das bedeutet? Bilder werden zukünftig in Großansicht direkt bei Google verfügbar sein. Dem Suchenden soll dadurch der „Klick auf eine separate Landingpage“ (sic!) erspart bleiben. Argument „Usability“: wer Bilder sucht, will Bilder sehen, und sich dafür nicht durchs Web klicken.

Was auf den ersten Blick wie eine Innovation Googles aussieht, die nur auf das Wohl des Users abzielt, ist in Wahrheit eine gefährliche, wenn auch leider nicht überraschende Entwicklung (und die Kopie der Bildersuche von Bing, BTW). Informationen finden sich nun KOMPLETT auf der Google-Seite, nicht mehr im World Wide Web.

Ich wiederhole: Informationen finden sich nun KOMPLETT auf der Google-Seite, nicht mehr im World Wide Web.

Wie die meisten Veränderungen der Googlesuche (ich erinnere an die Änderung der Video-in eine Youtube-Search auf der obersten Navigationsebene der Google-Suche, die still und heimlich ohne jeden Aufschrei vonstatten gegangen ist) ist auch dies eine Entwicklung, die von der Öffentlichkeit höchstwahrscheinlich kaum wahrgenommen wird, sondern nur von Einzelnen aufgegriffen wird, die direkt von der Thematik negativ betroffen sind.

Einer davon ist Martin Mißfeldt, der unter bildersuche.org eine Protestseite zur neuen Imagesearch und einige sehr gute Artikel zum Thema veröffentlicht hat:

Google Bildersuche will urheberrechtlich geschützte Bilder klauen

Bilder sind kein wertloses Allgemeingut!

Im zweiten hier gelisteten Artikel beschreibt Martin das Unverständnis Vieler gegenüber seinem Protest. Die Veränderungen der Google-Imagesearch werden als unproblematisch eingestuft und die „Aufregung“ um diese Veränderungen ist für Einige nicht nachvollziehbar. Wer nicht gezielt Bilder veröffentlicht und davon leben muss, ist hier schließlich nicht betroffen, right?

Wer so argumentiert, sollte auf den Subtext der Googleänderung achten: Google möchte dem User das relevanteste Suchergebnis zu seiner Anfrage liefern. Bei der neuen Bildersuche findet er dieses Ergebnis jedoch nicht im Internet, sondern direkt auf der Google-Ergebnisseite.

Womit wir beim reißerischen (oder doch ganz realistischen?) Titel dieses Posts wären: ist Google internetfeindlich?

Um sich der Beantwortung dieser Frage annähern zu können, sollten wir kurz einen Blick darauf werfen, was das Internet ist. Dazu bediene ich mich bei der von Google heiß geliebten Wikipedia und grenze zunächst den Begriff „Internet“ ein: im Bezug auf diesen Artikel interessiert mich besonders das World Wide Web, das von Wikipedia wie folgt beschrieben wird:

„(…) Der Benutzer kann den Hyperlinks im Dokument folgen, die auf andere Dokumente verweisen, gleichgültig ob sie auf demselben Webserver oder einem anderen gespeichert sind. Dadurch ergibt sich ein weltweites Netz aus Webseiten.(…)“

Banal? Sicher. Und zugleich fundamental. Das World Wide Web ist ein weltweites Netz aus Webseiten. Es ist nicht Google.

Wem das jetzt schon zu basal, pathetisch und emotional ist, kann sich auf einen – meiner Meinung nach hervorragenden – Kommentar von Alex zu meinem letzten Artikel „Dear Google“ freuen:

„If one truly cares about neutral access to structured information about the world, the hole concept of Google is wrong. Because it’s fatal for our children to grow up in a world where business driven companys control all of human knowledge and relationships.“

Die eigentliche Tragweite dieses Kommentars ist der Grund, warum ich diesen Post hier erst heute verfasse. Eigentlich brennt mir dieser Artikel schon lange unter den Nägeln, aber ich habe mich immer davor gescheut, ihn zu schreiben, da die Thematik de facto ein Fass ohne Boden ist. Daher werde ich jetzt versuchen, mich nicht in philosophischen Überlegungen zur Freiheit im Netz, zur Demokratie oder zu Angriffen derselben, zu Zensur und Urheberrecht zu verlieren (tut Ihr das gerne in den Kommentaren! :)), sondern mich auf zwei Dinge konzentrieren:

  1. Wie entwickelt sich Google aktuell?
  2. Welche Gefahr geht davon für uns alle aus?

Zur Entwicklung von Google, gerade in jüngster Zeit, kann ich nur wärmsten den Artikel von Philipp empfehlen, auf den ich im Folgenden kurz eingehen möchte (was nicht bedeutet, dass Ihr ihn nicht vollständig lesen solltet, falls Ihr es noch nicht getan habt – es lohnt sich!):

1.  Google hat in Deutschland mit nahezu 95% die unangefochtene Marktführerschaft im Suchmaschinenmarkt

Dies ist auch der Grund dafür, dass ich nicht bereits bei der Bing-Bildersuche „aufgeschrien“ habe. Bing ist in Deutschland schlicht und ergreifend nicht wahrnehmbar existent für die Masse der Internetnutzer. Und auch dies ist der Grund, warum ich Alex’ Kommentar noch einmal in diesem Post zitiert habe…

2. „Wenn man die vielen kleinen Schritte, die Google zuletzt ging, in einem Gesamtbild zusammenfügt, kann die einzig logische Schlussfolgerung sein, dass Google geradezu um Regulierung oder gar Zerschlagung bettelt.“

Ganz meine Meinung. Aktuell schüttle ich eigentlich nur permanent den Kopf und frage mich: „Sieht das denn keiner??“

Gerade aus diesem Grund bin ich Philipp für seinen Artikel dankbar. Natürlich tauchen auch in den „klassischen Massenmedien“ lesenswerte Artikel zum Thema auf. Empfohlen sei hier der Tagesspiegel-Artikel von Astrid Herbold, die fordert, Google als das zu betrachten, was es in Wirklichkeit ist: eine Mainstream-Ideologie.

Der Artikel kritisiert jedoch die „oft scheinheiligen, eher fruchtlosen Debatten“ über „Google, (das) natürlich längst regulierend in seine Statistiken und Algorithmen eingreift, (wo) hauseigene Dienstleistungen hervorgehoben und pornografische Begriffe (trotz ihrer Beliebtheit) nicht automatisch ergänzt werden“.

Diese Debatten werden, meines Erachtens nach, nicht sachlich fundiert genug geführt, sind jedoch alles andere als überflüssig, sondern noch massiv unterrepräsentiert in unserem alltäglichen Diskurs. Philipp macht hier mit einem gut recherchierten und fundierten Artikel einen herausragenden Anfang, dem eigentlich nichts hinzuzufügen ist.

Aussagen des Tagesspiegels wie „Google, das natürlich längst regulierend in seine Statistiken und Algorithmen eingreift“ finde ich hingegen gefährlich, da hier ein extrem wichtiger Punkt banalisiert wird. Lapidarer Zynismus ist im Bezug auf Google und die Macht von Informationen gefährlich.

Der von Google im Hinblick auf das Leistungsschutzrecht laut und werbewirksam proklamierte Slogan „Verteidige DEIN NETZ!“ könnte ebenso pathetisch, aber deutlich ehrlicher von Google in „Verteidige unser Netz!“ umgemünzt werden. Denn Google bestimmt schon lange, welche Webseiten über Google (und damit fast die gesamte deutsche Suchlandschaft) Besucher erhalten.

Im Idealfall diese,

–       die nach den Google Guidelines for Webmaster gestaltet sind. Jahrelang haben z.B. Suchmaschinenoptimierer wie ich ihre Kunden hinsichtlich dieser Richtlinien beraten und sie immer und immer wieder angewiesen, diesen Guidelines zu folgen. Guidelines, die insbesondere auf Onpage-Ebene auf eins abzielen: Informationen bestmöglich erfassbar und crawlbar zu machen. Im Hinblick auf eine Suchmaschine, die objektiv Ergebnisse liefert, ein anzustrebendes Ziel (geht man von Mehrwertinformationen aus, die technisch erfassbar und in das semantische Verständnisnetz des Users eingeordnet werden. Von den schwarzen Schafen im Bereich der Suchmaschinenoptimierung möchte ich hier absehen, da das definitiv den bereits zum Bersten gespannten Rahmen des Sujets sprengen würde). Im Hinblick auf eine Suchmaschine, die Ergebnisse nun direkt auf ihrer Seite präsentiert, ohne den Suchenden auf die eigentliche Quelle weiterzuleiten, kurz: Informationen verwendet und dabei den eigentlichen Ersteller ignoriert, ein fragwürdiges Unterfangen…

–       die, die strukturierte Daten zur Verfügung stellen. Daten, die von Google dafür genutzt werden können, Business Modelle 1:1 zu übernehmen, was bei Googles Machtposition ein Überleben der entsprechenden Unternehmen extrem fragwürdig macht…

–       die zu Google direkt gehören. Wie eingangs erwähnt: während man früher noch auf der ersten Ergebnisseite als Suchfilteroption „Video“ wählen konnte, erreicht man jetzt auf oberster Ebene nur noch Youtube…

Weitere Punkte aus Philipps Artikel, die ich nur stichwortartig aufzählen will, da ich diesem Artikel im Hinblick auf die erschöpfende Darstellung der Fakten einfach nichts mehr hinzuzufügen habe:

–       Google ist bereits emsig dabei, noch tiefer in die Infrastruktur – also VOR die eigentliche Suche – zu greifen durch die Entwicklung eines eigenen Browsers, eines eigenen Betriebssystems, durch das Anbieten eines Internetzugangs und das Streben nach einem eigenen Mobilfunknetz

–       „Als schöne Beispiele für Vorwärtsintegration von Google können daher der Google Hotelfinder, Google Flights, Google Shopping, der Google Finance Advisor und Google Places/Maps sowie die Übernahmen von Like.com, DailyDeal und Beatthatquote gelten.“ Wie bereits erwähnt: warum sollte Google andere Anbieter zulassen, wenn es den Job auch gleich selbst erledigen kann? Und hier sind wir wieder beim ursprünglichen Gedanken des World Wide Webs als eine Vernetzung VIELER Teilnehmer…

–       Die Tatsache, dass Google die eigenen Ratschläge für Webmaster im Hinblick auf nutzerfreundliche Ergebnisse komplett ignoriert. Sei es, dass die Ergebnisseite im sichtbaren Bereich mit Werbung überladen ist oder der Videotreffer von Youtube zu einem Song, der dann von der GEMA nicht freigegeben wurde, als bestes Ergebnis angezeigt wird. Ist das die hochgelobte, bestmögliche User Experience, die ich haben kann? Dass hochgerankte Treffer bei Google zu einem leeren und schlichtweg ärgerlichen Ergebnis führen? (Google nennt diesen Seitentyp übrigens „Soft 404-Fehler“ und mahnt sie in den Google Webmaster Tools anderer Publisher als inhaltsleere Seite ab, die einen 404-Statuscode zurückliefern sollte…)

–       Dass Google Datenaggregatoren, und damit Anbieter auf Geschäftsfelder, die Google selbst besetzen will oder bereits besetzt hat, mit Hilfe von „Qualitätsupdates“ aus dem Index verbannt. Sorry, das begreife ich schon seit Jahren nicht: wenn ich die Adresse von Jemandem suche, will ich dann seine Biographie lesen? Nein, natürlich nicht. Strukturierte Daten genügen, um Mehrwert zu bieten. Trotzdem haben Adressanbieter seit dem Pandaupdate 2011 vermehrt schlechte Karten. Okay, gelbeseiten.de hat gewonnen. Sicherlich hat das nichts damit zu tun, dass gelbeseiten.de mit Google kooperiert…

–       „Wann immer ein Unternehmen wie Kayak, Like.com, KaufDA oder AirBnB ein wirklich innovatives Produkt entwickelt, welches User gern in Anspruch nehmen und dieses ein ausreichend begehrliches Umsatzvolumen erreicht, müssen Gründer, Investoren und Werbepartner damit rechnen, dass Google nicht nur in den Markt einsteigen wird, in aller Regel bereits die entscheidenden Basisdaten hat, sondern auch mit den entsprechenden Leistungserbringern bereits über den AdWords-Marktplatz in Kontakt steht und für einen erfolgreichen “Marktstart” nur noch die eigenen Besucherströme umleiten muss.“ And so on…

Wie gesagt: lest selbst!

Ich möchte zurück zu meinem Bier und der Frage: wie gefährlich ist das für uns? Und, vielleicht noch viel wichtiger: stört das wirklich keinen? Zumindest nicht ausreichend genug, um thematisch permanent in den Medien vertreten zu sein?

Oder, um noch einmal Philipp zu zitieren: „Vor allem muss man sich aber fragen, ob ein Unternehmen derart agieren könnte, wenn es sich nicht schon längst in einer Markt- und Informationsbeherrschenden Stellung befände; und wenn Verbraucher in der Lage wären, die Tragweite und Intransparenz des Problems aufzudecken und es im Mindset des Konsumenten eine Alternative zu Google gäbe.“

Und während ich meinen eigenen Artikel lese, frage ich mich permanent, ob ich ihn überhaupt veröffentlichen soll. Ob es notwendig ist, das alles noch einmal zu sagen. Ob ich hier überhaupt „Mehrwert“ biete oder einfach nur Selbstverständlichkeiten anspreche…

Aber wenn ich mich außerhalb der Online Branche umhöre und tagtäglich feststelle, wie vom Großteil der Internetnutzer Änderungen bei Google kaum wahrgenommen und kritisch hinterfragt werden (und dies ist keine Anklage der Nutzer, sondern der Intransparenz und der schleichenden Veränderungen bei Google!), dann denke ich, dass ein weiterer Artikel zum Thema nicht schaden kann.

Vielleicht hilft er nicht, aber er schadet auch nicht.

Und ich konnte mir mal Luft machen :)

 

36 Kommentare »

  • Pip said:

    Liebe Astrid. Vielen Dank für das bouquet. Auch ich frage mich wie man noch die Augen verschließen und das Problem herunterspielen kann. Montag kommt being neuer Artikel.

  • CEEA said:

    Danke für diesen überaus interessanten Artikel am Sonntag Abend. :)
    Nun ist für kommende Woche mit genügend Lesestoff gesorgt.

    Vermutlich muss man immer beide Seiten der Medaille ansehen.
    Mal schauen, was die Googler so dazu sagen.

  • Stinki said:

    Hallo Astrid,

    Ich denke viele haben der Artikel von phil gelesen und verstehen langsam was auf sie zukommt. Vielen ist aber die Tragweite der Google Aktivitäten noch nicht ganz bewusst. Viele sind immer noch mit Penguin und Co beschäftigt.

    Langsam geht es aber los das einige Leute aus der Szene (zu recht) aufschreien siehe Martin. Das alles nützt aber nichts wenn es nur 3 -4 Leute sind. Die Regierung hat leider auch keine Ahnung was Google da den ganzen Tag macht und schreitet demnach auch nicht ein.

    Problem ist, dass wir als kleine Gruppe auf weiter Flur stehen und nicht Ernst genohmen werden. Der normale Internetnutzer versteht erst Recht nicht um was es geht. Ich bin gespannt was auf der Campixx darüber gesprochen wird und ob es irgend eine Gegenbewegung geben wird.

    Wir wollen nicht mehr nach Googels Pfeife tanzen. Ich hoffe nur das die Medien das Thema noch besser verstehen und aufgreifen werden, schliesslich sind Sie auch davon betroffen.

  • Wieviel Google braucht ein Webmaster? - Affiliate auf Party-Tour said:

    […] neue Bildersuche. Martin hat seinem Ärger bereits Luft gemacht und protestiert auch offen dagegen. Astrids Gedanken dazu brachten mich dann dazu diesen Artikel zu […]

  • Google-Bildersuche, Re-Design und Urheberrecht | Image and View said:

    […] Martin Mißfeldt) Protestseite “Verteidige Dein Bild” (26.01.2013, Martin Mißfeldt) “Ist Google internetfeindlich?” (26.01.2013, […]

  • Björn said:

    Netter Artikel, Astrid :-) Aus meiner Sicht sollte es schon länger klar sein, dass wir alle nicht mehr zu 100% beim Traffic nur auf Google schielen. Es gibt zahlreiche Trafficquellen, die anzuzapfen sind. 40 oder max. 50%. Mehr sollte ein Projekt imho an Google Traffic nicht generieren, sonst wird’s irgendwann stressig. Hug.

  • Neues Design bei Google.com (Sprache: DE) bereits online said:

    […] Astrid Jacobi: Ist Google internetfeindlich? […]

  • Max said:

    Google ist mir ja schon lange suspekt. Und ich habe meine Abhängigkeit zu ihnen schon vor einiger Zeit stark reduziert. Ich denke es ist wirklich Zeit alternativen aktiv zu suchen und zu fördern.

  • Marco Janck said:

    Hallo, Astrid !

    Endlich schriebst du mal wieder richtig kritisch und es freut mich, dass wir wieder mal richtig diskutieren können . Also wir als Szene. Komisch nur, dass diese Post jetzt kommt. Hab ich das auch von dir gelesen, als Google im zweiten Anlauf GMail indexiert hat (oder es besser gesagt wieder zugegeben hat) oder als der persönliche Cookie nicht nur im https Umfeld gesetzt wurde. Wie gesagt, ist alles Mist. Es zeigt nur, dass jeder von uns erst ab einem bestimmten Moment betroffen ist. Für Pip war es sicherlich “sein Baby”. Bei Martin seine Einnahmen aus der Bildersuche. Bei dir ist der Punkt erreicht, weil …. ?

    Nochmal, du hast völlig Recht und ich bin grundsätzlich bei dir. Doch dieses Thema greift in das Große Rad. Das ist kein Problem von Google allein, sondern ein Problem der grundsätzlichen Ordnung des www. Es zeigt, dass wir in keiner Form in der Lage sind es zu kontrollieren. Wir haben auf der einen Seite die, die das Netz schützen wollen mit Blick auf die illusionäre Freiheit und dann solche Diskussionen. Wenn wir denken das www ist gut zu handeln als rechtsfreier Raum, dann sollte es doch nicht verwundern, dass Google an der anarchistischen Spitze posiert.

    Frei nach Peter Kruse. Die Unstruktur wird sich ausbreiten bis sie wieder in sich zusammenfällt und mit den Lehren aus dem Erfahrenen geordneter neu entsteht. Fortschritt entsteht aus temporärem Chaos.

    Also willkommen darin. Freie mich auf die SEO Campixx und genau auf solche Diskussionen.

    Tschüssi, meine Liebe ;-)

  • Dennis said:

    Hallo Astrid, danke für den starken Artikel – Du hast es auf den Punkt gebracht! Ich habe auch schon länger das Gefühl, dass Google zwar nicht unbedingt “internetfeindlich” aber zumindest verstärkt zu einem Selbstbedienungsladen wird, der sein Monopol immer mehr ausreizt. Ich finde es gut, dass du und Martin hier die Diskussion nochmal anheizt! Beste Grüße, Dennis ;)

  • Nerd in Skirt (author) said:

    Hi Marco,

    keine Ahnung, warum jetzt… ich denke, weil GMail und personalisierte Suche Dinge sind, die man noch umgehen konnte bzw. damit umgehen konnte… dass die kostenpflichtigen Shopping-Ergebnisse zu weit gehen, hab ich ja schon im letzten Post geschrieben… jetzt wird eben die Dimension, dass Google alles bei sich selbst auf der Seite passieren lassen will, anhand von auch nicht-kommerziellen Inhalten, krass deutlich und die mögliche Gegenwehr ist nur noch das Sperren eigener Inhalte (bzw. das Liefern von Thumbnails mit Wasserzeichen etc. Auf jeden Fall das Zurückhalten vom eigentlichen Inhalt. Das pervertiert die Idee einer Suchmaschine!).

    Das ist einfach zu grundlegend, um hingenommen zu werden. Was würde man von einer Bibliothek halten, die die Bücher dieser Welt einfach als Whitelabel unter eigenem Namen rausbringt und nur noch klein als Fußnote anmerkt, dass das hier ein Werk von Kafka ist? Der Aufschrei wäre groß (hoffentlich :D)!

    Und betroffen ist jeder, daher hoffe ich ja inständig auf mehr Diskussion, gerade außerhalb unserer Branche und der Online Professionals. Wir kriegen viel mit, weil wir direkt und beruflich davon betroffen sind. Ich würde mir wünschen, dass jeder Internetnutzer mehr mitbekommt. Als Beispiel: ich bin mir nicht sicher, ob jedem Nutzer klar ist, dass YouTube zu Google gehört und die Suche entsprechend umgestaltet wurde. Der Skandal dahinter und die Gefahr der totalen Informationskontrolle wird dann lapidar mit “ist doch klar, dass ein Unternehmen sowas tut” abgetan… gefährlich…

  • Bastian said:

    Man sollte es immer wieder ansprechen. Im SEO Bereich mögen sich die Erkentnisse mittlerweile durchgesetzt haben, aber außerhalb der abgeschotteten SEO Sphäre fehlt das Bewußtsein für diese Probleme komplett. Produktsuchen usw. werden als Mehrwert im Sinne von Google wahrgenommen und nicht als Werbung bzw. doppeltes Melken von Nutzern. Solange die Nutzer von Google so unkritisch sind, hat der Konzern leichtes Spiel.

  • Bernd said:

    Ich bin auch besorgt. Allerdings sehe Ich auch dass das Internet Google viel verdankt – und ich für mich persönlich keine bequeme Alternative kenne die ansatzweise gute Ergebnisse bringt (schon garnicht Bing, was sowieso keine besserer Monopolist ist). Von daher die Frage – welche Alternativen gibt es (der Staat wäre der letzte dem ich hier Vertrauen würde).

    Bernd

  • Mißfeldt said:

    Hi Astrid, full Ack!
    Ich hatte das übrigens ähnlich Anfang des Jahres beschrieben, ohne alldings zu ahnen, dass es so schnell konkret werden würde: http://www.tagseoblog.de/google-aus-suchmaschine-wird-findmaschine
    Beste Grüße, Martin

  • Elias said:

    Wenn Google Hotlinking von externen Bildinhalten in seiner Bildersuche betreibt, werde ich damit genau so umgehen wie mit dem gegenwärtigen Hotlinking von Bing und wie mit dem früheren Hotlinking der Nutzer von irgendwelchen Web-2.0-Sites, die Dekorationsmaterial für ihre “Profile” brauchten, was mir zeitweise 30 Prozent meines Gesamttraffics beschert hat. Die paar Zeilen sind schnell geschrieben und manchen unmissverständlich klar, was ich davon halte.

    Und etwas anderes als Hotlinking kann Google nicht betreiben, denn dann ist vollkommen klar, dass es sich um die Anfertigung der Kopie eines Werkes handelt, mit allen daran hängenden rechtlichen Problemen.

    Hotlinking ist hingegen legal, aber einfach nur asozial. Es nuckelt Traffic von anderer Leute Server, um Werke und Inhalte aus dem Kontext gerissen in eigener Präsentation zu nutzen. Dass Google die Barbarei zum Webstandard erklärt, ist eigentlich Grund genug, diesen Laden zu hassen. Weil man die Barbarei hasst.

  • nk said:

    Ich kann mit diesem Artikel nichts anfangen. Was erwartet “Ihr” denn von einem erfolgreichen Unternehmen? Natürlich versucht es sich an Kundenbindung.
    Sorry, aber die Debatte ist doch reichlich scheinheilig, wenn man selbst im SEO-Sektor arbeitet und bei jeder Google-Regung “eieiei, was machen sie denn jetzt wieder?” ausruft. Das Problem ist doch hausgemacht – SEO hat die Vormachtsstellung von Google untermauert (es wird ja fast nur noch für den Marktführer jedes Staubkorn optimiert), SEO hat die Bedeutung der Suchmaschinen und Top-Rankings jedem Unternehmer unter die Nase gerieben (vor allem wohl, um die eigene Arbeit zu rechtfertigen), SEO hat dazu beigetragen, dass Inhalte im Netz oft dubiosen Algoritmusoptimierungen zurückstehen, SEO hat letztlich den Umgang mit dem Netz auf die Priorität Suchmaschine verlagert.
    1. Es gibt genügend Alternativen. Nicht nur alternative Suchmaschinen, sondern auf genügend Verfahren, das Netz anderweitig zu erkunden: eigene Bookmarks, Social Bookmarks, Social Media, Abo von RSS interessanter Seiten, Blog- und Feedaggregatoren
    2. Die Debatte gleicht der vom LSR: Die Bildersuche “nimmt nichts weg” aus dem Netz, sie bereitet nur Inhalte anders auf. Wenn Euch das nicht passt, stellt diese Inhalte nicht ins Netz oder benutzt eine robots.txt. HTTP ist keine Lösung von Dateninseln, jede URL referenziert konkrete Ressourcen, Dokumente und auch Videos oder Bilder. So ist das Netz konzipiert und das hat auch nicht Google “so gemacht”.
    So lange mich niemand zwingt, nur noch über Google ins Netz einsteigen zu müssen oder der Google-Datenverkehr priorisiert wird, sehe ich hier auch keine Einschränkung der Netzneutralität. Wenn etwas gut ist, dann setzt sich das auch durch. Dazu brauch ich das nicht auf Platz 1 in der Google-Suche. Aber das ist wohl was, was “Ihr SEO’s” nie begreifen werdet oder sehen wollt.

  • Nerd in Skirt (author) said:

    Na gut… :)

    1. SEO hat die Vormachtsstellung von Google untermauert (es wird ja fast nur noch für den Marktführer jedes Staubkorn optimiert) – falsch. Technisch korrekt aufbereitete Informationen und das Wissen um den Sprachgebrauch der Nutzer gilt für jede Suchmaschine. Informationsmanagement ist bedeutend älter als Suchmaschinen oder das Internet.
    2. SEO hat die Bedeutung der Suchmaschinen und Top-Rankings jedem Unternehmer unter die Nase gerieben (vor allem wohl, um die eigene Arbeit zu rechtfertigen) – Nope. Bedeutung von Suchmaschinen: ja. Bedeutung von “dem Top Ranking”: Nein. Das wird “uns SEOs” immer unter die Nase gerieben. Lies einfach meine übrigen Artikel :)
    3. SEO hat letztlich den Umgang mit dem Netz auf die Priorität Suchmaschine verlagert. – Auch hier: Du siehst SEO sehr oberflächlich. Wenn man SEO als Kommunikation & Marketing betreibt, isses nunmal etwas mehr. Es lohnt sich hier, den lebhaften Diskussionen innerhalb der Branche zu folgen, statt Pauschalverurteilungen auszusprechen.
    4. Es gibt genügend Alternativen – Schön wärs. Nicht in der Wahrnehmung des durchschnittlichen Internetnutzers, was die Anteile der Suchmaschinennutzung an der Gesamtnutzung des Netzes zeigt. Und entsprechend der Anteil von Google am Suchmaschinenmarkt.
    5. Die Debatte gleicht der vom LSR – Stimmt. Aber auch das LSR sehe ich mittlerweile anders, wie ich schon des öfteren kommuniziert habe. Wenn hier alle Verlage an einem Strang ziehen, stehe ich auf der Seite der Inhalteersteller. Was ich mir in der Vergangenheit einfach gewünscht habe, war mehr Know How auf Seiten der Verlage, die Inhalte, die über Google gefunden werden, auf den eigenen Seiten besser zu monetarisieren, um bestmöglich von Google zu profitieren und damit das eigene Geschäftsmodell zu stützen.
    6. Dazu brauch ich das nicht auf Platz 1 in der Google-Suche. Aber das ist wohl was, was “Ihr SEO’s” nie begreifen werdet oder sehen wollt. – s.o. :)

  • nk said:

    > Und generell mag ich es auch, wenn man mit mir persönlich, und nicht als Teil einer Kaste spricht :D

    Dem begene ich gleich mal damit, dass Du hier Deinen Artikel mit Bezug auf mehrere andere Autoren, aus Sicht Deiner Branche und mit Worten wie “wie gefährlich ist das für uns?” geschrieben hast.

    Sorry, Du hast SEO nicht verstanden :)

    > Da würde ich sogar zustimmen. Ich verstehe “die SEOs” immer weniger. Du magst meinetwegen die große Ausnahme sein, aber ich lese bspw. über Rivva immer noch genug genug Blödsinn, wo sich groß und breit über neue Rollouts von Google beklagt wird. Da frage ich mich, welche gespaltene Persönlichkeit man als SEO-Dienstleister mitbringen muss. Google hassen und gleichzeitig um dessen Gunst buhlen ist schon reichlich schräg.

    > Technisch korrekt aufbereitete Informationen und das Wissen um den Sprachgebrauch der Nutzer gilt für jede Suchmaschine. Informationsmanagement ist bedeutend älter als Suchmaschinen oder das Internet.

    On page ist doch heute ein winzigster Teil von SEO. Und noch kleiner ist der Optimierungsteil, der echte semantische Bedeutung hat. Weitet man den Gedanken aus, könnte man auch sagen: SEO macht das Netz kaputt. Bspw. durch seine Bemühungen, das Netz künstlich auszubauen, als natürliche Linkstrukturen wachsen zu lassen (die dann nämlich auch die Relevanz von Inhalten realistisch abbilden würden).

    > Schön wärs. Nicht in der Wahrnehmung des durchschnittlichen Internetnutzers, was die Anteile der Suchmaschinennutzung an der Gesamtnutzung des Netzes zeigt. Und entsprechend der Anteil von Google am Suchmaschinenmarkt.

    So doof ist der Internetbenutzer gar nicht. Und wenn man das will, kann man ihn auch über alternative Nutzungsansätze aufklären. Gerade das LSR zeigt mir aber, dass das politisch in vielerlei Hinsicht nicht gewollt ist. Das was Google leistet ist echte Arbeit, die sich Inhalteanbieter nur zu gerne sparen. Das fängt schon bei Kleinigkeiten wie RSS-Feeds an, die viele über feedburner verteilen, statt über Ihre eigene Seite. Wenn man so unabhängig sein will, sollte man damit einfach mal anfangen. Nicht ständig aufs Top-Ranking schielen (geschweige denn Ranking als Controlling-Größe benutzen), eigene Services hosten, ordentliche Inhalte menschenlesbar sinnvoll aufbereiten, fremde Inhalte sinnvoll und fair verlinken. So einfach könnte ein solides Netz sein.

  • ben_ said:

    Völlig richtig! Alles! Es ist eigentlich sogar noch viel schlimmer. Ich möchte Dir ganz herzlich die Lektür von Jaron Laniers Interview “The Local-Global Flip ans Herz legen. Seit dem ich das gelesen habe, habe ich mich schrittweise aus dast allen Google-Services und großen Social-Media-Plattformen zurückgezogen.

  • nk said:

    @ben_

    Ich finde, dass dieses Thema nur sehr peripher mit dem Artikelinhalt zu tun hat. Ich bin durchaus auch Verfechter des Aufrufs zu mehr Dezentralität der Services, wie er ja jüngst bspw. bei Lobo (mehr Blogs) oder Häusler (Internet zurückerobern) ausgesprochen wurde. Aber das ist eine andere Debatte. Sicher kann und muss man Zentralisierung von Diensten, Umgang mit Nutzerdaten, den Nutzer als Ware und die Enstehung von geschlossenen Plattformen sehr kritisch betrachten. Daraus aber eine Anklage an die jeweiligen Unternehmen zu formulieren, finde ich falsch. Dass die Dealer Google, Facebook, Amazon Ihre Droge möglichst angenehm und wirksam gestalten, darf man letztlich nicht unmoralischer finden als das Marktverhalten jedes anderen erfolgreichen Unternehmens. Weil die Gründe, warum ihre Geschäftsmodelle so gut funktionieren, aber anderswo liegen, sind Aussagen wie „ist internetfeindlich“ halt nicht mehr als reißerische Titel. Das Netz ist das was wir aus ihm machen. Die Gesellschaft ist die, die wir aus ihr machen. Wenn sich alle entschließen, auf Hartz 4 Tag für Tag Pappbrei zu fressen und Facebook zu klicken, ist nicht Mark Zuckerberg daran schuld. Auch nicht der Gesetzgeber oder das Kartellamt. Sondern wir als Gesellschaft, dass wir keine passenden Gegenstrategien entwickelt und etabliert haben. Dass wir zu bequem waren, das bißchen Mehrenergie aufzuwenden, unseren eigenen Blog aufzusetzen, Mutti noch mal zu erklären, wie Diaspora funktioniert, bei Wikipedia die Quellenverweise abzugrasen, statt etwas in den Google Suchschlitz zu hämmern usw.

  • ESEO said:

    Stimme voll und ganz zu :-) Am Besten eigene Netzwelten schaffen, um sich eine gewisse Unabhängigkeit von den großen Plattformen wie Google und FB zu bewahren.

    Es interessiert aber tatsächlich nur jene, die direkt in diesem Bereich des Online Marketing i.w.S. arbeiten. Den “normalen” Nutzer interessiert es nicht, solange es nicht richtig wehtut. Ist leider so.

    LG aus Leipzig

  • Mark Kaspernikov said:

    3 mal 3 macht 6, wiedewidewit und 2 macht Neune, alle groß und klein tralala lad ich zum Finden ein.
    Ich cache mir die Welt tralala so wie sie mir gefällt.
    Ich hab ein Haus, ein wunderschönes Haus (in Mountainview), ein Äffchen (sergy brin) und ein Pferd (der andere larry), die schauen dort zum Fenster raus.
    .
    .
    .
    nun sei mal so gut und denk selber weiter, die Einladung zum Bier ist sehr löblich und sympathisch. Weiterhin viel Spass mit deiner Seite.

  • Musenrössle said:

    Es liegt in der Natur des Kapitalismus, daß er immer wieder zu Machtkonzentrationen und letztendlich zu Monopolen führt.

    Wenn ein Unternehmen erfolgreich ist, dann wächst es.

    Wächst ein Unternehmen nicht wird es von Konkurrenten überholt und irgendwann von diesen verdrängt oder übernommen.

    Also wachsen Unternehmen immer weiter um immer mehr Gewinn zu erzielen und selber nicht zum Verlierer im Wachstumswettbewerb zu werden, so lange, bis irgendwann nur noch ein einziges Unternehme als Monopolist übrigbleibt… wenn man sie gewähren lässt.

    Und wie es aussieht läuft dieses Entwicklung im Internet nicht nur noch schneller sondern auch noch extremer ab.

    Aufgabe des Staates wäre da regulierend einzugreifen um diesen Prozess zu begrenzen und die Bildung von Monopolen und zu verhindern und damit den Wettbewerb aufrecht zu erhalten.

    Tut der Staat aber nicht… oder nur ganz selten. Sieht man auch außerhalb des Internets sehr gut, wo der Staat die Bildung von Monopolen und Oligopolen – Stromversorgung, Banken, Automobilhersteller usw. usf. – nicht nur tatenlos zulässt sondern oft sogar noch fördert.

    Am Ende vom Lied stehen dann entweder einige wenige Big Player, die so groß und ‘Systemrelevant’ sind, daß sie weitgehend alles beherrschen, sogar Staaten und die ganze Weltwirtschaft… – an dem Punkt sind wir jetzt – und/oder es kommt mal wieder ein großer Krieg, bei dem alles in Stücke gehauen wird… und danach geht das Spielchen wieder von vorne los…

    So negativ wollte ich jetzt eigentlich nicht enden… aber ich fürchte, wenn die Staaten nicht doch noch die Kurve kriegen läuft am wahrscheinlichsten alles auf einen großen Knall hinaus… :(

  • SEOs zwischen Verantwortung, Moral und Beruf | Online Marketing Tipps said:

    […] der Entwicklung, die der Suchmaschinen-Monopolist Google forciert, wie u.a. die Artikel von Astrid Staats und Philipp Klöckner aber auch News Portalen wie dem Tagesspiegel oder Spiegel, die im Oktober dem […]

  • Florian said:

    Nunja würde Google keine Monopolstellung haben, wäre da irgendein anderes Unternehmen. Google nutzt seine Stellung natürlich aus, wie es jedes andere Unternehmen auch tun würde, um Richtlinien und andere Dinge durchzusetzen. Die Überschrift des Posts finde ich allerdings etwas unpassend, da Google ohne “das Internet” ja nicht existieren würde.

  • Loewenherz said:

    Ceterum censeo Google esse delendam.

  • Nerd in Skirt (author) said:

    Ad huc stat :)

  • pell said:

    Ich finde den Disclaimer unnötig. Wenn sich Leute durch Deine Meinung gestört fühlen, wird dieser Text doch daran nichts ändern.

  • Lukas said:

    Ich hasse Google wie die Pest, die Ergebnisse werden immer schlechter, und wenn ich mir die Qulität der Ergebnisse heute anschaue und diese mit Bing oder Yandex vergleich, dann hat Google keine Chance was die Qualität angeht.

    Mit 95% Marktanteilen ist Google ein Monopolist, und nutzt seine Marktmacht aus. Ich wäre dafür das man Google boykottiert!

    Ein Freund von mir hat mal versehentlich auf seinen Adsense Werbung geklickt, und er ist immer noch bei Google Adsense auf der Black List und das schon 10 Jahren! Schweinerei das Google solch eine Blackliste hat….

    Google nutzt seine Markmacht schamlos aus, wenn alle Nutzer ihre Macht nutzen würden, dann würde Google alt aussehen.

  • Oliver said:

    Auch dieser Artikel dreht sich sehr stark im Kreise des Meinungsbildes einer Handvoll im Internet bekannter SEOs. Ich befürchte das das Problem nicht entsprechend seiner Tragweite genügend Wellen schlagen wird, auch wenn relevante und häufig zitierte Artikel oft gelesen werden und zustimmung erhalten (meine ebenfalls).

  • Das Google-Monopol, Gewohnheit und Science-Fiction said:

    […] Astrid Jacobi: Ist Google internetfeindlich? […]

  • Nordwerker said:

    kurz und knapp…

    Du sprichst mir aus der Seele!

  • Max said:

    Sehe ich völlig anders, denn Google ist ein Unternehmen und bietet seinen Kunden ein Produkt an. Es ist also völlig legitim, dass sich die Bildersuche dann auch ändert. Mich als Nutzer nervt es sowieso jämmerlich, wenn ich für ein Bild lange Ladezeiten einer ausländischen Seite in Kauf nehmen muss.

    Nur weil sich Webmaster in einem Abhängigkeitsverhältnis befinden, heißt dies noch lange nicht, dass Google diesen entgegenkommen muss. Reden kann man natürlich über Uhrheberrechtsverletzung, aber solange die Bilder nur kategorisiert und mit Quellenangabe abgerufen werden, sehe ich da keine Probleme.

    Und seien wir mal ehrlich: Martin Misßfeldts Blog lebt von täglichen Posts über Google Doodles. Mehr konnte ich aus diesem Blog noch nicht rausziehen.

  • Google entwickelt sich zum Parasit - Zwischen Mediendemokratie und Social-Media-Kultur – Zwischen Mediendemokratie und Social-Media-Kultur said:

    […] wenn auch leider nicht überraschende Entwicklung (und die Kopie der Bildersuche von Bing, BTW) nerd-in-skirt.de […]

  • Marketing-Minds said:

    Ich kann hier nur zustimmen. Die Leute müssen einfach mal die Augen auf machen. Google ist ein Unternehmen und handelt entsprechend. Das kann leider fatale Folgen haben, wenn ein Unternehmen zu viel Macht und Einfluss bekommt. Geschulte Augen sehen ja, dass es jeden Tag schlimmer wird.
    Ich bin nur wirklich gespannt, wie das Ganze am Ende ausgeht.

    Bis dahin bringen die Diskussionen ja auch wenig. Man kann nur seine eigenen Schlüsse ziehen und entsprechend handeln.

    Im Prinzp ist es wie mit der deutschen Politik:
    Man weiß, es kann so nicht ewig weitergehen, aber solange nicht etwas fundamental Erschütterndes auf Makrogesellschaftlicher Ebene passiert, wird sich nichts ändern. (Leider)

  • Sven said:

    @ Loewenherz
    Du hast recht.
    Ob allerdings unser Staat das jetzt ernsthaft in Erwägung zieht (oder doch nur lapidar fordert), einen eigenen Suchdienst und ein eigenes Soziales Netzwerk zu erstellen?

Dein Kommentar:

Add your comment below, or trackback from your own site. You can also subscribe to these comments via RSS.

Be nice. Keep it clean. Stay on topic. No spam.

You can use these tags:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

This is a Gravatar-enabled weblog. To get your own globally-recognized-avatar, please register at Gravatar.