Neurowissenschaft

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Neurowissenschaft

Neurowissenschaft

Bevor wir in die Theorie einsteigen, hier ein schönes Video von Bill von Hippel, der anschaulich erklärt, wie Neurowissenschaft dazu beitragen kann, soziale Phänomene und Verhaltensweisen zu erklären:

 

Neurowissenschaft: Einführung

Die Neurowissenschaft untersucht die Funktionsweise von biologischen Nervensystemen im Gegensatz zur Informatik, die künstliche Netze inklusive der Möglichkeit künstlicher Intelligenz erforscht. Zunehmend verquicken sich diese Gebiete, wobei die Neurowissenschaft selbst nur in Kooperation von Forschern aus Biologie, Medizin und Psychologie zu Ergebnissen kommt.

Was erforscht die Neurowissenschaft?

Die Neurowissenschaft erforscht die Nervensysteme von Menschen und Tieren. Die letzten zehn Jahre des Forschungsgebietes waren geprägt von Untersuchungen zu Neurotechnologien, die das Gehirn enträtseln sollten und zu effektiveren, nebenwirkungsärmeren Psychopharmaka führten. Allerdings wurden längst nicht alle Ziele erreicht, wie ein aktuelles Memorandum zur “Reflexiven Neurowissenschaft” des Fachmagazins “Psychologie Heute” nahelegt. Die Autoren machen hierfür teilweise naturalistische Vorannahmen verantwortlich, denn die Brücke zwischen Gehirn und Körper ist noch zu wenig erforscht. Die eindeutige Zuordnung von psychischen Funktionen zu Hirnstrukturen bedarf nach wie vor der intensiven Untersuchung.

Neurowissenschaft verlangt Interdisziplinarität

Die engere Zusammenarbeit zwischen Biologen, Psychologen und Systemwissenschaftlern erscheint dringender denn je geboten, um die Neurowissenschaft voranzubringen. Die Integration der Gehirn- und der Bildungsforschung steht weltweit noch eher am Anfang.

Zur Neurowissenschaft gehört auch der Bezug zwischen einer kognitiv-neurowissenschaftlichen Betrachtung vonseiten der Gehirnforschung und einer psychologisch-pädagogischen Evaluation, wie sie die Bildungsforschung vornimmt. Letztere untersucht die Zusammenhänge zwischen kognitiver Intervention und ihrer Wirkungsweise, also dem Verhalten und dem Lernen gleichermaßen. Durch diesen Kontext zwischen Gehirn- und Bildungsforschung lassen sich heute bereits bildungsrelevante Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft praktisch anwenden. In diesem Bereich sind die Fortschritte der neurowissenschaftlichen Forschung unverkennbar. Heute lassen sich bereits besser als noch vor ein bis zwei Jahrzehnten Fragen beantworten wie:

  • Auf welche Weise lernen Menschen ihrem Alter entsprechend?
  • Welche neuronalen Strukturen unterstützen oder hemmen Lernprozesse?
  • Wie entwickelt sich deren Funktion bei fortschreitendem Alter?
  • Welche Emotionen unterstützen oder hemmen altersabhängig das Lernen?
  • Welche Rolle spielt die Vorbildung beim Lernprozess?

Neurowissenschaftliche Grundlagenforschung

Die Grundlagenforschung der Neurowissenschaften analysiert den Aufbau und die Funktionsweise aller Nervensysteme. Dazu gehören die Neuronen und weitere Zelltypen wie Gliazellen. Dabei interessiert sich die Grundlagenforschung für die Eigenheiten der Zellarten und Möglichkeiten ihrer Vernetzung zu neuronalen Netzwerken. Das betrifft nicht nur das menschliche Nervensystem und Gehirn. Komplexe Systeme finden sich schon bei Hohltieren (diffuses System), bei Arthropoden (Strickleiternervensystem) und schließlich bei allen Wirbeltieren (Zentralnervensystem).

Der speziell auf Primaten und noch spezieller auf das menschliche Gehirn und ZNS ausgerichteten Zweig der Neurowissenschaft wird als Gehirnforschung bezeichnet. Auch die Grundlagenforschung hat handfeste Zielrichtungen: Es geht um das Verständnis und letztlich die Behandlung von schwerwiegenden Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson und Demenz, aber auch um die Erforschung von Hochbegabung oder krimineller Veranlagung.

Die kognitive Informationsverarbeitung ist ein zentrales Forschungsgebiet: Man möchte wissen, welche neuronalen Abläufe für unsere Wahrnehmung, unser Gedächtnis und unsere emotionalen Reaktionen verantwortlich sind. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse setzt sogar die Werbewirtschaft ein. Neurowissenschaften werden den Betrachtungsebenen entsprechend unterteilt, grob lassen sich vier Disziplinen

  • kognitive Neurowissenschaft,
  • Neurophysiologie,
  • Neurobiologie und
  • klinisch-medizinische Fächer

unterscheiden. Allerdings ist die Verquickung zwischen den Teildisziplinen sehr eng.

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Author: Astrid Kramer

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