Recht 2.0

Feb 27th, 2009 | By Nerd in Skirt | Category: Web 2.0

Recht 2.0
Ich habe bei meinem ehemaligen Arbeitgeber gerade einen interessanten Artikel zum Thema Recht 2.0: Gesetzgebung hat Nachholbedarf gefunden. Dr. Carsten Ulbricht macht in diesem Interview auf einen wichtigen Sachverhalt aufmerksam: je rückständiger und langsamer unsere Gesetzgebung im Bezug auf das Web 2.0 und neue Geschäftsmodelle arbeitet, desto schlechter wird Deutschland als Standort für Start-ups.

Von der Rechtsprechung wünsche ich mir, dass die Richter ein Bewusstsein für die neuen Entwicklungen im Internet und die damit verbundenen Geschäftsmodelle bekommen. Man darf den Geschäftsmodellen nicht zu hohe Hürden in den Weg legen, sodass diese verhindert werden. Das ist fast ein Standortfaktor: Es kann nicht sein, dass in Deutschland neue Entwicklungen verboten werden und die Unternehmen den Weg ins Ausland suchen. (Dr. Carsten Ulbricht)

Wie wahr, wie wahr. Bevor man also nach Canada geht: ein Blick in Dr. Ulbrichts Blog Web 2.0 & Recht könnte helfen!

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2 comments
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  1. Das ist wirklich wahr. Manchmal habe ich auch das Gefühl, dass die deutsche Rechtssprechung vom Internet recht wenig Ahnung hat. Gerade auch im Bereich des eCommerce hat man schon fast mehr Pflichten als Rechte und ist dann unter dem Strich sowieso das “schwarze Schaf”.
    Mit dem Verbraucherschutz kann man es auch übertreiben, ganz so dumm und unmündig, wie die deutsche Rechtssprechung die Verbraucher meistens hält, sind sie doch auch wieder nicht.
    Im Prinzip hat das Internet eine große Geldquelle aufgebracht… für die Abmahnanwälte. Dieser Branche geht es zumindest blendend und man muss sich nicht wundern, dass Startups und kleinere Firmen immer schnell den Bach runter gehen, wenn sie beispielsweise für ein fehlendes Wort in der Widerrufsbelehrung ein paar tausend Euro berappen dürfen.

  2. Es geht ja nicht nur um Geschäftsmodelle. Ich persönlich habe mich mal daran versucht, ein Blog aufzusetzen. Da es ein privates Projekt war, wollte ich alles vermeiden war, was mir Abmahnungen hätte einbringen können. Es ging aber um die Bewertung von Produkten, sprich die Veröffentlichung meiner Meinung dazu. Ich habe das Projekt letztlich eingestampft, weil es entweder zu riskant oder zu langweilig geworden wäre.

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