Selektive Wahrnehmung

Sharing is caring <3Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedIn
Selektive Wahrnehmung

Selektive Wahrnehmung

Die Fülle an Informationen die täglich auf unsere Sinne einströmt, wäre ohne den Trick der selektiven Wahrnehmung gar nicht zu bewältigen. Wenn wir jeden Geruch, jeden Geschmack, jede Bewegung und jede Farbe wahrnehmen würden, wäre das Hirn nur noch mit der Verarbeitung dieser Informationen beschäftigt. Das wäre nicht bewältigbar.

Daher schiebt das Hirn hier einen Riegel vor. Es sucht in seiner Umwelt nach Mustern, um Informationen dort einordnen zu können. Ein Beispiel hierfür ist das Framing. Uns Bekanntes und Dinge mit denen wir rechnen werden eher wahrgenommen als solche, die überraschend auftreten. Wenn wir uns auf eine Sache konzentrieren, steht diese eine Sache im Fokus – nicht das, was sonst noch vonstatten geht.

Ein bekanntes Experiment zum Thema ist der „Selective Attention Test“ (Simons & Chabris, 1999).

Dabei geht es um eine Gruppe mit Studenten, die in schwarz und weiß gekleidet sind. Sie werfen sich einen Ball zu und der Zuschauer soll zählen, wie oft das weiße Team den Ball bekommt. Inmitten des Videos kreuzt ein Gorilla das Bild – wenn man das nicht weiß, sieht man ihn nicht. Das Hirn ist auf die Zählung der Ballwechsel fixiert und blendet alles andere aus. Die Selektive Wahrnehmung spielt sich auf drei Ebene ab:

  • Sozialisation: Wenn drei Menschen aus jeweils verschiedenen Berufsgruppen durch eine Stadt gehen, wird jedem etwas anderes auffallen (z.B. ein Stadtplaner, ein Landschaftsgärtner und ein Geschichtslehrer).
  • Empfindungen: Geht man hungrig einkaufen landen Produkte im Einkaufswagen, die wir sonst nicht einmal bemerken würden.
  • Kontext: Man kennt es; der Chef betritt den Raum und schlagartig ändert sich die Atmosphäre, das Verhalten und die Wahrnehmung der Anwesenden.

Was das im Alltag bedeuten kann:

Sharing is caring <3Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedIn

Author: Astrid Kramer

1 Kommentar

  1. Den Selective Attention Test kannte ich auch schon. Leider habe ich vor dem Video schon von dem Gorilla gehört und ihn so nicht übersehen.. VG

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.