SEO & Angeln: auf den richtigen Köder kommt es an
Ich habe mir dieses Wochenende eine Auszeit gegönnt, um den Kopf frei zu kriegen für die Veränderungen, die vor mir liegen. Der ideale Ort zum Entspannen: der Neudahner Weiher, ein Klappstuhl am Ufer, ein Dunkles in der Hand und die Füße im Wasser. Dennoch kam ich beim Blick auf den See nicht umhin, darüber nachzudenken, wie ähnlich sich SEO und Angeln doch sind. Denn gleich, ob man Links oder Fische fangen will: man braucht den richtigen Köder, das richtige Material, die Technik und Geduld.
Auf den Köder kommt es an
Beim Angeln muss man sich wie bei SEO über Folgendes klarwerden: wen will ich ködern? Womit kann ich ihn ködern? Wie ist der Bestand bzw. die Größe der Zielgruppe? Und: lohnt sich der Aufwand?
Eine Forelle kriege ich nicht mit einem Köderfisch, für den Hecht ist Blinkern dagegen oft aussichtslos. Der hochgelobte wertvolle Content, den ich beim versuchten Linkbait einsetze, zieht sicherlich in der Fachblogosphäre. Doch seien wir ehrlich: eine WC-Weltreise trifft eine größere Zielgruppe, auch wenn sie nicht der Inbegriff hochgeistiger Ergüsse darstellt. Wir müssen uns also immer klarmachen: was will ich erreichen? Quantität oder Qualität? Dabei ist diese Betrachtung relativ wertfrei, denn wir alle wissen: verdammt viele Links sind verdammt großartig, auch wenn Sie nicht gerade von einer Uni-Seite oder eine Authority kommen. Daher ist “hochwertiger Content” aus SEO-Sicht vielleicht etwas Anderes als hochwertiger Content im allgemeinen Sinne…
Man braucht Geduld
Angler und SEOs brauchen Zeit, Geduld und Ausdauer. Beim Angeln beobachtet man stundenlang regungslos den Schwimmer, ohne dass sich etwas tut. Wenn man eine neue Seite erstellt, darf man nichts erzwingen und übereilen, sondern muss langsam und kontinuierlich Links aufbauen und persönliche Beziehungen pflegen. Die Belohnung ist der Moment, indem der Schwimmer untergeht und sich die Schnur von der Rolle abdreht: man hat die Ausbeute am Haken und kann endlich, nach langer Warterei, den Fang einholen.
Kooperation ist wichtig
Man wirft seine Angel nicht dort aus, wo ein Anderer fischt. Man hält Abstand und verhält sich fair. Im Netz läuft es genauso: das Geben und Nehmen funktioniert, nur Nehmen wir niemals standhalten können. Gerade für SEOs kleiner Projekte gilt: in einer vernetzten Welt lebt es sich leichter (und angenehmer).
Überfischung und Google austricksen
Wer zuviel will, kriegt irgendwann gar nichts mehr. Wer heutzutage noch versucht, im Mittelmeer an Fische zu kommen, hat schlechte Karten, denn das Mittelmeer ist hoffnungslos überfischt. Genauso verhält es sich mit den Techniken, an schnelle und kostenlose oder zumindest billige Links zu kommen. Was noch vor wenigen Jahren funktioniert hat, klappt heute nicht mehr. Denn Google achtet auf seine Fangquote und darauf, dass die Qualität des Indexes nicht unter inflationären Verlinkungstricks leidet. Google will nicht zum Mittelmeer werden, sondern achtet wie die Norweger darauf, dass gierige Angler nicht alles zunichte machen.
Blackhat hat Vorteile
Eins vorneweg: ich empfehle keine Blackhat-Techniken und auch keine Angelmaßnahmen, die nicht Rechtens sind! Doch auch hier sollten wir ehrlich sein: wer sich an alle Regeln hält, braucht für die Ernte länger und holt weniger ein. Gerade im grauen Bereich warten noch immer Chancen darauf, ergriffen zu werden. Bei größeren Projekten, in denen Herzblut steckt, wissen wir hingegen alle: langfristig betrachtet ist Whitehat das Beste, was wir diesem Projekt angedeihen lassen können. Und Herzblut, versteht sich.
BTW: 78 cm, 6 Pfund. Ich habe lange drauf gewartet und bin verdammt stolz *g*









Na da sag ich doch mal Petri Heil ;-)
Du alter Linkangler, Du ;-) Petri Dank!
Genau so stelle ich mir die weibliche Seite von SEO vor ;-)
Super Artikel. Wenn ich eine TOP10 Liste hätte, würde der Artikel mit Sicherheit genannt werden.
Danke, Martin
Willste auch was dazu sagen? Dann los!
Tags
Artikel zum Thema:
Blogroll