Warum ist SEO Beratung eigentlich teuer?

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Warum ist SEO-Beratung eigentlich teuer?Es ist Sonntag. Wie bei Google+ bereits mehrfach erwähnt, drücke ich mich vor dem längst überfälligen Großputz. Zudem hat eben dieses Google+ meinen letzten Artikel „Bing vs. Google: welche Gefahr besteht für Google in Deutschland?“ zumindest tendenziell obsolet gemacht, also muss Ersatz her!
Ich habe mir mal Gedanken dazu gemacht, wie man Kunden gegenüber die Preise einer SEO Beratung plausibel erklären kann. Es gibt dazu schon einige sehr sinnvolle Beiträge, auf die ich später noch eingehen möchte. Mir selbst sind vor allem drei Dinge als wichtige Argumente für die Preisfindung eingefallen:

1. Kostenpflichtige Tools
2. Intensive Betreuung kostet Zeit
3. Ein SEO macht nie richtig Urlaub

1. Kostenpflichtige Tools

Um SEO wirklich sinnvoll durchführen zu können, braucht man Tools, und zwar kostenpflichtige. Eine kleine Agentur kommt hier mit Sistrix, Link Research Tools, diversen Crawlern und Social Media Monitoring problemlos auf 600 – 1.000 EUR Fixkosten pro Monat. Natürlich sind diese Ausgaben skalierbar: je mehr Kunden, desto günstiger. Ich gehe jetzt aber mal davon aus, dass wir pro Kopf unter 10 Kunden beraten, was ebenfalls im Hinblick auf eine gute, solide und nachhaltige SEO Beratung empfehlenswert ist. Schließlich ist die Betreuung und Beratung eines Kundens zeitintensiv: Kennzahlen müssen gemonitored, die Seite muss beobachtet und Social Media Aktivitäten müssen begleitet werden. Eine automatisierte Überprüfung der Seiten kann niemals leisten, was der Berater durch andauernde Beobachtung leistet, sondern kann nur unterstützend angewendet werden. Ich fasse also zusammen: eine solide und valide Datenbasis ist kostspielig und muss auf die Kunden umgelegt werden.

2. Intensive Betreuung kostet Zeit

Wie bereits erwähnt, ist gute SEO Beratung niemals eine Quick & Dirty-Nummer. Ein kurzer, wöchentlicher Blick auf die Performancewerte einer Seite sind keine ausreichende Grundlage für eine solide Beratung. Vielmehr spielen in SEO so viele Faktoren hinein, dass die Onlinepräsenz des Kunden immer global betrachtet werden muss. Und selbstverständlich müssen auch die Konkurrenten beobachtet und analysiert werden, was oftmals eine größere Herausforderung darstellt, da man nicht den bequemen Zugang zu den Kennzahlen hat, wie es in einer funktionierenden Berater-Kunden-Beziehung üblich ist. Also zusammengefasst: die „Beziehung“ zwischen SEO Berater und dem betreuten Objekt ist intensiv und sollte niemals zu lose oder oberflächlich werden.

3. Ein SEO macht nie richtig Urlaub

Ja, na klar. Das klingt nach der üblichen Nummer: „Wir sind großartig und arbeiten uns zu Tode!“ Aber es ist was Wahres dran: im Bereich SEO gibt es tagtäglich Neuerungen: ob nun Innovationen auf Seiten der Suchmaschinen oder neue Erkenntnisse aus Tests, die möglicherweise Beratungsrichtlinien beeinflussen können. Jeder, der schon einmal eine Woche in Urlaub war und dabei darauf verzichtet hat, seine Twitter-Timeline regelmäßig zu checken und empfohlene Artikel zu lesen, weiß, wovon ich rede. Die Rückkehr aus der Auszeit bedeutet nur: schnellstmöglich aufholen, was einem entgangen ist! Denn ein Wissensrückstand ist in diesem Metier extrem gefährlich und kann zu massiven Fehlern führen. Also kurz: wer einen SEO Berater bezahlt, bezahlt auch die Tatsache, dass sich dieser einer Tätigkeit verschrieben hat, die verdammt viel Zeit frisst!

Andre nennt in seinem Artikel 9 Gründe warum „sehr gute“ SEO-Beratung auch einen „sehr guten“ Preis haben muss als weitere Gründe:

4. Die Nachhaltigkeit von SEO Maßnahmen

Richtig. Saubere SEO Maßnahmen bedeutet einen starken und dauerhaften Hebel für Kundenumsätze und zahlen sich langfristig aus, auch wenn die direkte Beratungsbeziehung bereits beendet ist (vorausgesetzt, der Kunde zerhaut nicht wieder alle Verbesserungen :)).

5. Inhouse-Enabling als selbstproduzierte Konkurrenz

Ein guter SEO Berater legt Wert darauf, dass der Kunde selbst und die beteiligten Abteilungen in seinem Unternehmen verstehen, warum welche SEO-Empfehlungen gemacht werden. Das bedeutet: man verankert ein gewisses Know How im Kundenunternehmen, auf das der Kunde nun beraterunabhängig jederzeit zugreifen kann. Hier ist eine Anwendung auf z.B. weitere Länderportale, für deren Betreuung der Berater nicht gebucht wurde, einkalkuliert. Der gesteigerte Mehrwert für den Kunden bietet eine größere Gefahr von Umsatzeinbußen beim Berater selbst.

6. SEO ist eine Nachfragemarkt
Wohl wahr. Allerdings würde ich diesen Punkt ungern als essentiellen Faktor aufnehmen, da hier der Unterton mitschwingt: „Ihr wollt uns? Dann bezahlt mal schön!“ Und ich denke, in den bereits vorgestellten Punkten ist mehr als deutlich geworden, dass eine Hochpreisigkeit in diesem Segment gerechtfertigt ist.
Und jetzt seid Ihr dran: welche Argumente fallen Euch noch dazu ein, dass SEO eben seinen Preis hat?

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Author: Astrid Kramer

37 Kommentare

  1. Bei mir kostets sowieso das dreifache, deswegen hab ich meine Ruhe vor den Kunden

  2. Noch ein wesentlicher Punk:
    „Wir sind jung und brauchen das Geld“ ;-)

  3. Die Konferenzen, die Tests und natürlich die Macs :)
    Die meisten hochwertige Konferenzen sind sehr teuer. Ich als Student muss ein ganzes Jahr sparen für ein einziges. Und dort kann man sich wirklich auf eine gutes Niveau austauschen.
    Außerdem sind die Tests extrem teuer. Damit man nie auf die Kunden Seiten experimentiert machen die SEO Berater jede menge Tests. Vor drei Jahren konnte man, die meisten Tests nur mit eine Einfache Joomla oder WordPress Webseite installation durchzuführen. Heutzutage ist SEO ein hochkompliziertes Thema und eine Menge an Programmier Aufwand ist noch dazu nötig.
    Die letzte Anmerkung sollte nicht zu ernst genommen werden, allerdings viele von die Agenturen neigen dazu eine Werbeagentur Status zu streben. Das heisst die neuesten Macs, designer Möbel, Teure Büros in München, Hamburg und Berlin. :)

  4. Sehr toller Artikel. Ich liebe alles, was so aus der TRG an Infos rauskommt. Ich finde die Zahl 10 sehr interessant. Ein Wert, den ich sehr bestätigen kann, auch wenn es sicherlich ein wenig am gebuchten Zeitkontigent liegt. Den Wert sollten sich aber manche Agenturen mal hinter die Ohren schreiben.

    Gruß Marco

  5. Alles hat halt seinen Preis. SEO muss nicht teuer sein, wenn man etwas kreativ ist, kann man mit wenig Geld viel erreichen

    Beim Reporting reicht es dem meisten Kunden, wenn sie eine Auswertung der Zahlen aus den kostenlosen Tools (Webmaster Tools und Analytics) zu ziehen. Denn in vielen Fällen sind Kunden schnell überfordert, wenn man zu viele Zahlen und Diagramme auf den Tisch legt.

    Eine kurze Info über den Trend (Aufwärts oder Abwärts) mit ein paar Keywords die besonders auffallen reicht in den meisten Fällen völlig und das ist nicht teuer.

  6. Ein wirklich toller Artikel. Besonders der Punkt mit dem Urlaub! Das geht mir teilweise schon nach einem Wochenende so! ;)

  7. absolut richtig. gilt aber auch für anderen kanäle im om, wie affiliate.

  8. Schöner Artikel, kann und würde ich zu 100% unterschreiben. Und wenn man sich das Consulting-Business mal im allgemeinen anschaut (also nicht die nur Nische/das Spezialgebiet SEO) finde ich die Preise sogar eher noch „fair“….. Mein Steuer“Berater“ rechtfertigt sich ja auch nicht bezüglich der Preise und wer schonmal die Jungs von der BCG oder KPMG im Haus hatte, weiß was ein Manntag Consulting kosten kann! ;-)

    Grüße
    Nico

  9. Keine Frage gutes SEO ist zeitintensiv. Aber gutes SEO misst sich nicht am Aufwand sondern am Ertrag. Und dieser ist (im Gegensatz zur Webentwicklung) messbar.

    Was heisst, SEO soll soviel kosten, wie es die Einnahmen erlauben. Und diese sind im Markt nun mal unterschiedlich. Auch für kleine Unternehmen brint SEO etwas. Nur muss man SEO in diesem Fall skalieren können und in das Verhältnis des Kundenpotenzials setzen.

    Für reine SEO-Anbieter sind viele Unternehmen nicht interessant, weil sie nicht bereit sind, das nötige Geld dafür aufzubringen. Da springen halt dann die im SEO semiprofessionellen Webdesigner ein.

    Die reinen SEO könnten sich schon ein bisschen Gedanken machen, wie sie ihr Angebot standardisieren können, damit sie einem etwas weniger bemittelten Klientel ihre Dienste zur Verfügung stellen könnten.

    Viele Grüss Rudolf Bösiger

  10. … gut und komprimiert zusammengefasst! Nicht zu vergessen auch SEO`s müssen (über)leben -> Stichwort Lohnkosten! Schade nur das einige Agenturen dies nicht honorieren und die Mitarbeiter ausbeuten …

    so long
    semseoguy

  11. Ein hoch auf die eigenen Projekte, ohne Kunden ;-) Da funktioniert das auch noch mit dem Urlaub…

  12. Hey Nico,

    der Tagsatz spiegelt halt nicht nur die persönlichen Fähigkeiten, sondern auch ein wenig die dafür notwendige Ausbildung wieder.

    Wenn Du also einen Oberchecker einer großen Beratungsfirma ins Haus holst, hat der in der Regel 1) fertiges BW-Studium 2) fertiges Jus-Studium 3) Konzipientenlehrjahre bis zur fertigen Rechtsanwaltsprüfung, etc

    Ob jeder der hier anwesenden SEOs über vergleichbare Ausbildung verfügt, vermag ich nicht zu beurteilen. Am Ende des Tages zählt halt immer der durchsetzbare Tagsatz – ethische Diskussion über berechtigt oder nicht berechtigt sind meist wenig zielführend. Jeder von uns ist Kaufmann und verkauft halt sich selbst zum besten Preis, den er dafür kriegen kann. Arbeitszeit ist halt leider weder stapel- noch lagerbar ;-)

  13. Hi Thomas,

    ich kann Dir dazu nur aus Erfahrung sagen: für die Beratung reichweitenstarker Portale brauchst Du Leute, die technisch versiert sind, sprachlich top, Marketing- und Psychologiekenntnisse mitbringen, allgemeines betriebwirtschaftliches Denken, Kreativität und Begeisterung. Denn diese Berater müssen mit jedem sprechen können, d.h. es gilt, die IT genauso zu überzeugen wir die Redaktion, die Geschäftsführung ebenso wie die Salesforces. Halbwissen überzeugt weder die Top-IT Crew des Marktführers noch die Redaktion aus Henri-Nannen-Rekruten :)

    Das alles muss nicht mit einem Studium verbunden sein, die Wahrscheinlichkeit, dass Du so jemanden ohne akademische Ausbildung findest, ist nur etwas kleiner (Ausnahmen bestätigen die Regel!).

    Rudolf, die Forderung nach skalierbarer SEO Beratung finde ich spannend, daher sehe ich persönlich hier auch eher die Zukunft in unternehmensunabhängigen Schulungen, die Know How und Verständnis für die Thematik vermitteln, aber durch eine höhere Teilnehmerzahl als inhouse günstiger sein können.

    In der Beratung selbst muss das Preismodell auch an die Größe der Seite angepasst sein: eine Website mit 1.000 indexierten Seiten ist im Beratungsaufwand nicht vergleichbar mit einer mit 1.000.000 Seiten – das sollte sich auf jeden Fall im Preis widerspiegeln, da sehe ich auch so.

    Spannende Diskussion hier, I like :)

  14. Volle Zustimmung Astrid.

    Nur gerade die reichweitenstarken Portale werden sich eher an eine renommierte Agentur wenden, als an die fachlich vielleicht durchaus vergleichbar kompetente, aufstrebende Ich-bin-zwar-erst-19-aber-ein-Könner-One-Man-Show.

    Und ich muss sagen, nicht ganz ohne Grund. Du hast das Thema Urlaub eh im Artikel angesprochen, noch problematischer werden dann juristische Fragen wie „Hält mich auch die One-(Wo)man-Show-SEO-Bude schad- und klaglos, wenn im optimierten Content plötzlich urheberrechtlich geschützte Bilder auftauchen und die erste Unterlassungsklage über 140.000EUR auf meinem Tisch liegt?“

  15. Besonders Punkt 3 finde ich sehr treffend. Nicht nur wegen des „am Ball bleibens“, sondern auch weil man im Grunde immer Augen und Ohren nach kreativen PR und Link-Möglichkeiten offen hält.

    Und noch ein Argument: letztlich profitieren Kunden gerade beim Linkaufbau oft auch von den Kontakten des SEO – die sind zwar Gold wert, lassen sich aber schwer in Euro aufwiegen.

  16. Irgendwie vermisse ich hier einen Punkt in der Diskussion:
    der Tagessatz/Stundensatz

    Man kann auch durchaus viel arbeiten und am Ende des Tages ist trotzdem nix übrig, bzw. fällt die Rechnung gering aus. Natürlich wird das Fachgebiet momentan gehyped (Nachfrage-Markt) was zu einem Preistreiber wird, aber auf der anderen Seite leisten gute SEOs eben auch gute Arbeit und die muss mit einem angemessenen Stundensatz bezahlt werden. Ein Architekt (mal die Preisbindung außen vor gelassen), arbeitet auch nicht für 7,50 EUR/h.
    Dieser Punkt gehört m.E. auch in diese Diskussion, denn ob 10h arbeitet in der Rechnung teuer werden oder ein Schnäppchen sind, liegt auch am Stundensatz und letzlich an dem (guten) Job, den wir machen.

  17. 10 Kunden wären für mich schon zu viel.
    Ich komm ja so schon kaum mit meinen eigenen Projekten hinterher. Geschweige denn mit meiner Website.

    Einige „SEOs“ sind sehr schnell bei Ihrer Arbeit und in den Referenzen tauchen ständig neue Kundenseiten auf. Aber wenn man sich die Seiten dann mal genauer ansieht, wird einem Schlecht.
    Kunden sollten da lieber ein paar Euro mehr ausgeben. Dann wissen Sie aber auch das ein zählbares Ergebniss dabei rauskommt. z.B. mehr Umsatz durch besseres Ranking

    Urlaub? Sind das nicht die paar Tage an denen man nicht zur Arbeit muss und trotzdem jeden Tag vor dem PC sitzt und das gleiche macht wie sonst auch?

  18. @seo4444

    da stimme ich dir absolut zu … Kenne da eine große Agentur die es genauso betreibt. Den Ruf wird geschädigt und die seriösen SEO`s leiden darunter!

    Uhrlaub .. ich weiß nicht mal mehr wie man das schreibt ;-)

  19. Mich würde mal interessieren was „teuer“ in Zahlen bedeutet, was ist denn ein gängiger Stunden-/Tagessatz? Reden wir hier über 800€/Stunde oder 80€/Stunde?

    Für mich, der jetzt von der Branche keine Ahnung hat, würde annehmen, dass ein Stundensatz von ~400€ üblich ist, gerade wenn ich die Stundensätze unserer Berater/WP-Freunde angucke…

  20. @PeterBlankenese

    Das wird dir keiner so genau sagen können. Das kommt immer auf das Projekt drauf an. Einige Keywords zu Themen die nicht so hart umkämpft sind bekommst du schneller in die Top 10! Für andere, hart umkämpfte mit viel Konkurrenz die auch noch viel Geld in SEO stecken wird es schon schwieriger und somit teurer.
    Da kannst du haben das es bei Seiten die ähnlich aufgebaut, aber verschiedene Themen haben ein Preisunterschied von mehreren 1000€ gibt.
    z.B. Das Keyword „Geschenke“ hat 93.200.000 Suchergebnisse und somit einen starken Wettbewerb. Zu dem Thema wird auch sehr viel Geld in SEO investiert. Die monatlichen lokalen Suchanfragen liegen im Durchschnitt bei 1.830.000. Hier wird es schwierig das Keyword „Geschenke“ unter den Top 10 zu platzieren.
    Anders ist es beim Keyword „hansa fc“. Hier gibt es so gut wie keine Mitbewerber und Google spuckt „nur“ 7.350.000 Ergebnisse aus.
    Da das Keyword „hansa fc“ bei weitem weniger Mitbewerber hat und die Seiten unter den Top 10 kaum optimiert sind, dürfte es einfacher sein die Seite mit dem Keyword „hansa fc“ vorne zu platzieren als eine Seite zum Thema Geschenke.
    Die Optimierung der Seite „Geschenke“ wäre somit wesentlich teurer wie die „hansa fc“.

  21. @seo444, das ist nicht ganz richtig was Du da schreibst! Man kann nicht direkt über die google-Ergebnisse auf den Wettbewerb schliessen!!!! Beim Suchvolumen schon eher, Keys mit viel Suchvolumen sind Trafficbringer und werden damit auch stärker beackert.

    Grüße
    Nico

  22. @SEA

    Ja, da hast du schon recht, aber in einem Beispiel für einen Leihen habe ich diese Erklärung am verständlichsten angesehen.
    Wenn wir jetzt anfangen würden Ihm alles zu Erklären, wäre er danach genauso Schlau wie vorher. Er würde es vielleicht nicht verstehen.
    Ich sehe das ja bei mir. Wenn man seinem Kunden eine halbe Stunde lang den Begriff „Keyword“ erklären muss, gewöhnt man sich an, alles so verständlich und so kurz wie möglich zu erklären. ;-)

    Silvio

  23. Schöner Artikel, das Problem „Beratung“ ist allgemein bekannt. Manche Firmen haben einfach Sätze, die jenseits von Gut und Böse sind. Da bezahlt 1 Auftrag den gesamten (häufig sinnlosen) Wasserkopf der Agentur. Gegenläufig dazu, gibts die Studenten und Hobbyleute, die wenig Kosten an der Backe haben. Die Wahrheit ist irgendwo in der Mitte.

    Ein BWL Studium als Voraussetzung für einen Internetmarketeer möchte ich auch anzweifeln, in meiner Erfahrungskette lag alles was BWL studiert hatte in Firmen, bei consultinggsprächen meistens eher in der theoretischen Ecke. Der gute Input kam von Leuten die jahrelang in der Praxis tätig waren (und häufig kein Studium hatten). Der Akademiewahnsinn hierzulande ist sowieso befremdlich – gute Facharbeiter (auch im SEO Sektor) sind mir wesentlich lieber als „Jünglinge“ mit Studium.

  24. Sehr guter Artikel, ich für meinen Teil denke, dass drei Punkte ausreichen um den Kunden klar zu machen, warum SEO Geld kostet:

    * SEO kostet sehr viel Zeit
    * SEO Tools kosten ein Vermögen
    * SEO kostet Zeit für Tests und Weiterbildung die keiner zahlt

    Wenn der Kunde das dann nicht versteht, dann wird er eben nicht mein Kunde und darf zu einem Webmaster rennen, der zwar keine Ahnung hat, dafür aber billig ist und sich über Rang 1 bei Google für die Keyword Phrase „Heinz Maier Mainz Maiergasse“ freuen, die 2 Leute im Monat suchen (einmal der Webmaster und einmal der Kunde).

  25. Beim SEO gehts hauptsächlichst um das Wissen, was die anderen (die Kunden) nicht haben. Und das Vermitteln von Wissen kostet nunmal Geld. Wer sich nicht beraten lässt, trifft die falschen Entscheidungen in der Suchmaschinenoptimierung. Dann läßt der geizige Kunde eben einen Suchbegriff optimieren, der ihm gar nichts bringt. Spätestens dann sieht er, das er mit einer kostenpflichtigen SEO-Beratung viel Geld gespart hätte…

  26. Super Artikel. Grade der Punkt das man auch Know How vermittelt, dass man weiter verwenden kann und somit den Kunden ein Stück weit schult finde ich gut und richtig.
    Aber generell gibt es ja noch mehr Kosten wie zB Content Erstellung.

  27. Also ein wirklich erfahrener SEO braucht keine premium tools von SM oder Sistrix…die Basisversion reicht da locker aus. Bei Bedarf kann man ja einmal im halben Jahr für einen Monat die teureren Versionen mieten.

    Weiter “ täglich verändert sich was“ kompletter Quatsch…wenn du einmal nach vielen Jahren selbst weisst wie der Hase läuft, machst du fast immer für alle Kunden das gleiche. Gut beim Pinguin und Panda wirds erst einmal stressig aber das sind nur Monatsphasen.

    Was ist so teuer an SEO? Evtl Texter und Linkbuilder…aber die kriegt man auch sehr günstig oder man nimmt Textbroker. Mit einem Team von 2-4 Studenten auf 400 Euro basis UND DEM RICHTIGEN KNOW HOW kannst du alles reissen, wenn du weißt wie.
    Wenn du allerdings selbst noch im Lernprozess bist, dann wirds teuer weil du ständig Dinge testen und reflektieren sowie analysieren musst.

  28. Anmerkung: Und wenn du bei den Updates betroffen bist, dann auch nur weil du vorher mist gebaut hast…

  29. Hi Simon,

    ein erfahrener SEO braucht nicht nur Premium Tools, sondern sogar Eigenentwicklungen, um Seiten mit > 1.000.000 indexierter Seiten sinnvoll zu clustern und langfristig betreuen zu können. Je nach Fragestellung ist die manuelle Bewältigung nicht machbar und eigene Algos müssen entwickelt werden, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Das kostet Zeit und Geld.

    Ich denke, wir verstehen unter SEO vielleicht unterschiedliche Dinge… wenn ich für kleine Seiten Titles und Descriptions optimiere und Links aufbaue, dann haste vielleicht recht (auch wenn hier eine langfristige Strategie extrem sinnvoll ist, will man den Kunden nicht an die Wand fahren lassen. Um das zu können, muss man aber z.B. Googles M&A ständig aufm Schirm haben).

    Wenn’s bei Panda und Penguin stressig wird, hast Du genau das nicht gemacht: mit Erfahrung langfristig optimiert. Sorry.

    Und mein Anspruch ist es, ständig zu lernen. Nicht auf Kosten des Kunden. Aber kennst Du wirklich jede Branche, jede Zielgruppe, jede Eigendynamik der Zielgruppe, jeden Trend? Ich muss das Projekt meines Kunden kennen, ich muss seine Mitbewerber kennen, ich muss die Zielgruppe kennen und die Orte, wo sich diese aufhält, ich muss ihre Sprache sprechen und ihr Daily Business im Netz verstehen – das bedeutet immer eine Einarbeitung ins Thema. Und dann muss ich das Produkt optimieren – denn das bedeutet SEO heute (neben all dem Know How, das man sowieso haben sollte, wenn man sich SEO nennt). Und im Idealfall vergesse ich nicht, dass mein Kunde auch von was leben muss und packe die Revenue-Optimierung in die Optimierung mit rein… Nu sach mir mal, das klappt problemlos mit 1-2 Werkstudenten, ohne Tools und ohne auf dem Laufenden zu bleiben?

    Seh ich nicht.

  30. Ah, Deinen Nachtrag hab ich jetzt erst gesehen – also kein Updateopfer. Nichts desto trotz: für mich ist SEO Beratung strategische Beratung. Und die bedeutet richtig Arbeit und die Bereitschaft, sich so richtig tief ins Kundenbusiness zu graben :)

  31. Ich finde den Ansatz gut, dass man Tools etc mit einberechnet und auch der Stundensatz für Steuerberater! Why Not, wir sind ja auch Spezialisten! Tagessätze von 1.200-2.000 sind hoffentlich bald üblicher!

  32. Liegt nicht „teuer“ im Auge des Betrachters, sprich des Kunden :-) Was ist eigentlich „teuer“, es wird mir nicht ganz klar, was hier darunter verstanden wird. Und habe ich nicht gerade auf SEO-United von 600 eingetragenen SEO-Agenturen gelesen (hoffe richtig gelesen zu haben). Dann ist das Bald kein (!) Nachfragemarkt, oder? ;-) *duckundwegrenn*

  33. @ Nerd im Skirt

    Ja ich glaube wir haben verschiedene Ansätze ;) Aber sag mir mal: Wie definierst du Seo?

    Meine Def wäre bspw. “ Prozess der langfristen optimierung einer Website mit dem Ziel der automatisierten kontinuirlichen Neukunden/Besuchergewinnung“

    Ok, der Onpage Bereich ist erst einmal ( je nach Fall) viel Arbeit aber aktuelle „Trends“ mitbekommen? Nun ja die meisten „aktuellen Trends“ von SEO hatten in den letzten Jahren negative Folgen. Es war lange ein SEHR AKTUELLER Trend über Jahre den billigsten AT über WP etc ausufern zu lassen. Nein danke.. ;)

    Die Zielgruppe kennen? Ja gut, das ist sicherlich wichtig aber konkret heisst das, ein paar Stunden die Woche zu analysieren.
    Wenn du nicht gerade Wikipedia betreust, was ich sehr zu bezweifeln wage ;), haben 1.000.000 Unterseiten bei keiner Website Sinn…dementsprechend brauchst du da auch kein tool.

    Du machst einmal richtig Onpage, dann sorgst du einfach dafür, dass immer mehr neue Besucher kommen und die Seite in keinen filter gerät. Die besucher können ruhig langsam steigen, die Kontinuität ist wichtig. Das schaffste locker mit 2 qualifizierten Aushilfskräften und langjährigen Fachkenntnissen – je nach Konkurrenzlage dauert das dann halt.

    Zum Preis: was haltet ihr denn für gerechtfertigt? Also bei nem lokalen Unternehmen was unter „Friseur Darmstadt“ ranken will, was vergleichsweise einfach ist, könnt ihr keine 2000 euro verlangen find ich. Bei „richtigen“ umfangreichen Projekten sind denke ich 2-3000 gerechtfertigt

  34. Wenn du jetzt zu den Top SEO Agenturen wie Abakus gehörst und Bertelsmann betreust sind klar ganz andere Preisdimensionen drin..aber ich denke das ist bei uns allen hier (noch) nicht der Fall wa;) Die 2-3k bezogen sich beispielsweise auf einen recht neuen Onlineshop oder sowas..

  35. Ein sehr gelungener Artikel auf den ich gerne früher gestoßen wäre. Für mich ist Fakt, das Erfahrung und Know How entsprechend honoriert werden müssen. Als Einzelkämpfer kann man sich auf einem mittleren Level ein-pendeln. Ich habe in der Praxis öfters Projekte gesehen, die von Billiganbietern kaputt gemacht wurden. Wenn der Markt zu billig einkauft, muss er auch mit den Konsequenzen leben. Dann darf nicht gejammert werden, wenn die nachträgliche Beratung und Umsetzung um den vorherigen Schaden zu beseitigen schon etwas kostet.

  36. Einverstanden, bis auf Punkt 1 bis 6 :-)

    Mal ein wenig provokativ vereinfacht gesagt (ev. zählt dies auch nur für den Markt Schweiz, who knows?):

    SEO kann auch ohne teure Tools gemacht werden. Meistens sind es 10 Keywordkombis, die über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Die kann man einmal pro Monat checken und in Excel eintragen.

    SEO beratungsintensiv? Erfahrungsgemäss: Je mehr Daten und BlaBla ich dem Kunden liefere, desto weniger versteht er und desto mehr Stress habe ich. Es lässt sich mit einem Satz erklären: Wir bringen Dir mehr Kundenleads und mehr Umsatz. Merkst du es nicht, dann haben wir was falsch gemacht. Was wir genau tun und wie wir es genau tun, interessiert selten ein Kunde. Die lesen nicht mal unsere Reportings richtig.

    SEO macht nie richtig Urlaub? Ich habe mich 5 Jahre lang nicht mehr vertieft mit SEO beschäftigt und bin im Februar 2013 wieder eingestiegen. Musste erstaunt feststellen: Es hat sich nichts, aber auch gar nichts verändert! Ich mache 7 Wochen Urlaub und jeder meiner Kunden und Projekte überlebt das. Manchmal ist es sogar gut, mal ein paar Wochen gar nix zu machen und zu sehen, wohin das Projekt geht.

    Der Mitbewerb ist egal. Wir müssen einfach Top 1 sein, das ist alles was zählt. Was die anderen machen ist nicht entscheidend, wir müssen einfach immer die besten sein.

    In diesem Sinne: Happy SEO the easy way!

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