SEO für PDF

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In der letzten Ausgabe des Suchradar gab es einen Artikel über SEO für PDF. SEO für PDF? Wozu das denn? Nun, wie Fabian Drescher in seinem Blog bereits treffend feststellte: PDFs ranken oft verdammt gut. Dieses Phänomen musste schon Matt McGee 2006 beobachten, als die Konkurrenz mit einem PDF gnadenlos am besten HTML-Content vorbeizog.

Während Drescher die Frage aufwirft, ob PDFs einfach „vertrauenswürdiger“ sind und daher von Google generell besser bewertet werden (eine Idee, die mir zunächst leicht abstrus vorkam, mir aber mittlerweile doch nicht gänzlich unsympathisch ist), geht der Suchradar mehr auf inhaltliche Aspekte der PDF-Optimierung ein.

Die Vorschläge des Suchradar im Überblick:
1. Optimierung der Meta-Tags: bei PDFs kann man den Titel, den Autor, Thema und Keywords hinterlegen (im Acrobat Reader z. B. zu finden unter: Datei/Eigenschaften).
2. Keywords in Überschriften: wie beim klassischen SEO für HTML-Dokumente sollten die Keys in den Über- und Unterüberschriften vorkommen.
3. Keywords im Text: natürlich ist auch beim PDF darauf zu achten, dass die Keys im Text vorkommen.
4. Dateiname: ideal ist hier das Keyword als Dateiname oder zumindest das Vorkommen des Keywords (einzelne Worte sollten mit Minuszeichen getrennt werden).
5. Dateigröße: das PDF sollte nicht zu groß sein (der User könnte die Lust verlieren, auf den Download zu warten).
6. interne Verlinkung: das PDF sollte clever verlinkt sein, im besten Fall von der Startseite aus.

Um das zu testen, habe ich mir mal die am besten rankenden 5 PDFs zum Keyword „Kredit“ genauer angesehen:

(die zwei besten PDFs zum Key "Kredit")

(die zwei besten PDFs zum Key "Kredit")

Die Ergebnisse im Überblick (einfach auf die Grafik klicken, dann wird’s auch lesbar *g*):

Auswertung: PDF's und die Berücksichtigung von SEO-Maßnahmen

Auswertung: PDF's und die Berücksichtigung von SEO-Maßnahmen

Zunächst fällt ins Auge, dass keiner der Autoren die Meta-Angaben ausgefüllt hat. Es sind zwar meist Titel und Verfasser angegeben, allerdings entsprechen die Titel den jeweiligen Dateinamen und die Autoren sind mit größter Wahrscheinlichkeit diejenigen, auf die die Word- oder sonstige Softwarelizenz läuft. Auf jeden Fall werden diese beiden Felder automatisch ausgefüllt, wenn man z.B. ein Worddokument abspeichert. Man kann in diesem Fall also darauf schließen, dass das Setzen der Meta-Angaben in keinem der Fälle genutzt wurde. (beim PDF des Suchradar übrigens auch nicht *g*)

Die Keyword-Density ist nur in zwei Fällen etwas größer (Platz 3 und Platz 5), allerdings wirkt keins der Dokumente überoptimiert. Das lässt sich für alle 5 Dokumente sagen: ein übertriebender Einsatz der Keywords in den Überschriften oder im Fettdruck ist nicht zu verzeichnen.

Auffällig ist, dass keines der Dokumente einen keywordoptimierten Dateinamen trägt. Dies lässt mich auch darauf schließen, dass hier keine SEOs am Werk waren.

Auffällig ist bei den ersten drei Plätzen das hohe Alter der Datei (9 bzw. 10 Jahre alt). Ich gehe davon aus, dass das mit das Hauptrankingkriterium in diesen Fällen ist. Die Verlinkung kann es nicht sein, da diese in allen Fällen eher dürftig ausfällt.

Summa Summarum könnte man hier zu dem Schluss kommen, dass das hohe Alter der Datei als „vertrauenswürdig“ gilt, was den „psychologischen Aspekt“ von Google, den Drescher in seinem Blogpost herausstellt, unterstützen würde. Es ist jedoch auch gut möglich, dass die SEOs unserer Zeit das PDF noch nicht für sich entdeckt haben und es daher noch kaum überoptimierte PDFs zum Keyword „Kredit“ gibt – mal sehen, wie’s nächste Woche aussieht ;-)

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Author: Astrid Kramer

5 Kommentare

  1. Hallo,

    dass PDFs besser ranken halte ich für ein Gerücht. Das Formal bringt es mit sich, dass die Inhalte von PDFs nicht selten ziemlich gut sind.

    Würde man den gleichen Inhalt auf eine HTML-Seite stellen, würde diese wahrscheinlich sogar besser ranken. PDF ist kein Web- eher ein Druckformat…

    Grüße

    Gretus

  2. Ich glaube das schon bzw hab das auch oft erlebt.
    Vor allem muss man sich ja denken, dass clevere Pdfs oft Inhalte haben, die Keywordstrukturen aufweisen und gut verlinkbar sind.
    Ist dann auch alles schön optimiert und richtig eingesetzt, ist ja so gut wie alles für die Suchmaschine lesbar.

    Wenn man es also richtig einsetzen kann, dann kann es eine interessante "Waffe" sein, um auch in Randgebieten der Top Keywords sehr gut zu ranken. Aufpassen muss man halt, wie viel Sinn es zum jeweiligen Key macht, als Suchtreffer ein PDF zu haben.

  3. @Berni: Das selbe kann man auch mit normalen Webseiten machen. Ist für mich keine wirkliche Begründung.

    @Gretus: Interessante Aussage. Das müsste man doch glatt einmal ausprobieren. Nur wäre es dann wieder doppelter Content…

    @NerdInSkirt: Sehr schöner Artikel

  4. ob sie ranken oder nicht, sagt dir gleich das grüne Licht….
    Wie dem auch sei, die PDFs zu optimieren kann auf jeden Fall auch nicht schaden. Also nicht lange überlegen, sondern machen.

  5. Ich stimme Gretus zu, die gleichen Inhalten in HTML gepackt ranken sicherlich genauso gut oder besser. Man denkt vielleicht, PDFs ranken gut, weil sie einem eher ins Auge fallen, zwischen den ganzen HTML Dateien.

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