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Universal Search

2 März 2009 No Comment


Wie ich heute bei Inhouse SEO gelesen habe, hat Google Eyetracking Studien zur Universal Search veröffentlicht. Leider ist der Blogpost nicht erreichbar, wie Ihr auf der nebenstehenden Grafik erkennen könnt.
daher greife ich auf Infos der Searchcowboys und von Sistrix (gewohnt detailliert und gut recherchiert) zurück.

Zunächst einmal: was ist Universal Search?
Unter Universal Search versteht man die Einbettung vertikaler Suchergebnisse aus speziellen Suchmaschinen (Blog-Suchmaschine, News-Suchmaschine, Video-Suche etc.) in die SERP. Übersetzt heißt das: zu einem Suchbegriff werden nun nicht nur die textuellen Treffer als Links in der Ergebnisliste angezeigt, sondern auch Videos, News, Produkte oder ähnlich Relevantes in den Ergebnissen angezeigt. Dass Google in diesem Bereich den eigenen Produkten wie blogger.com oder YouTube Vorrang gegenüber Konkurrenzprodukten einräumt, möchte ich hier nicht weiter kommentieren (aber erwähnen möchte ich es schon).

Sistrix hat eine nette Untersuchung dazu gemacht, bei welchen Keywords am ehesten vertikale Ergebnisse eingeblendet werden. Es ist nicht überraschend, dass gerade trafficstarke Keys mit zusätzlichen Ergebnissen ausgestattet werden, wobei im Longtail das Konzept der Universal Search seltener realisiert wird:

Quelle: Sistrix

Überraschender (wenn auch aus kommerzieller Sicht / aus der Sicht von Google überaus nachvollziehbar) sind die einzelnen Anteile an der Einbindung: hier liegen Ergebnisse von Google Product, also der Produktsuchmaschine von Google, mit 48% vor allen anderen vertikalen Suchergebnissen. Überraschend insofern, da z.B. Videoergebnisse uns Usern bei der Suche viel stärker ins Auge fallen (Diese machen allerdings nur einen Anteil von 22% aus). Nachvollziehbar, da Google AdWords-Anzeigen sicherlich besser in einem Umfeld performen, das von Usern mit einem klaren Kaufinteresse aufgesucht wird.

Schlusslicht mit 3% sind Ergebnisse der Blog-Suche, dicht gefolgt von News-Ergebnissen mit 5%. Ich finde, die Tatsache, dass Blog- und Newsergebnisse fast gleich gewichtet werden, sagt viel über die Bewertung von Blogposts durch Google aus. Die geringe Zahl der News-Einbettung überrascht mich dann allerdings doch.

Doch nun zum eigentlichen Thema: Eyetracking
Google interpretiert die Ergebnisse der Eyetracking-Studien folgendermaßen: die Einblendung von Thumbnails in die SERP beeinflusst das Userverhalten und das Scannen der Ergebnisliste kaum. User gehen Ergebnislisten systematisch von oben nach unten durch, dies wird auch nicht durch optische Unterbrechungen verändert. Allerdings scrollen User weniger, wenn Bilder in den SERP auftauchen. Google geht davon aus, dass User bei der Universal Search schneller finden, was sie suchen und aus diesem Grund weniger scrollen.

Man kann die Ergebnisse jedoch auch wie die Searchcowboys interpretieren, die Bilder als kognitives Hindernis sehen, das den Lesefluss und damit das Scrollverhalten beeinflusst und hemmt. Ich denke, interessant wäre hier eine globalere Untersuchung, die Medienrezeption betreffend. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich mich schnell von Videoergebnissen zu einer Suche “fangen lasse”, da ich eine anschauliche Erklärung, z.B. ein Tutorium auf Video, der geschriebenen Variante vorziehe.

Als Résumé kann man auf jeden Fall festhalten: Video- und Bildoptimierung ist für SEOs nicht mehr vernachlässigbar und wird in Zukunft immer wichtiger werden. Schön, dass sich Yannick auf der SEOCampixx mit dem Thema beschäftigen wird – ich bin gespannt!

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