Was bringt das Original-Source Meta Tag?

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Ich starte mal die „Frag-Nerdy„-Runde mit dem Versuch einer Antwort auf eine Frage, die mir überhaupt Niemand gestellt hat :-D Aber heute beim Experten-Panel auf der SES kam die Frage auf, was man wohl von dem neuen Content Syndication Tag in Google News halten sollte.

Bei der Diskussion hat mir ein Aspekt gefehlt: das Syndication Tag übermittelt an Google die Information, welche Variation der beiden Seiten in Google News auftauchen soll. Kein Wunder, dass es nicht zu Begeisterungsstürmen geführt hat. Aber wo bleibt das Original-Source Meta Tag, das im gleichen Blogpost von Google vorgestellt wird? Dieses Tag finde ich ausgesprochen spannend, gerade im Hinblick darauf, dass es auch im normalen Webindex eingesetzt werden könnte.

Warum?
Nun, wenn ich meinen Content syndiziere, dann werde ich meine Contentpartner mit Sicherheit nicht davon überzeugen können, das domainübergreifende Canonical Tag auf mich zu setzen. Das Canonical Tag leitet den Linkjuice auf die Canonical Page weiter, was wir an Tests mit Keywords in Anchortexten sehen konnten, die auf der Zielseite überhaupt nicht vorkommen. Die Zielseite rankte aber für eben diese Keywords, kurz: das Canonical Tag gibt die Linkpower weiter. Derjenige, der es brav einsetzt, hat SEO-technisch nichts von dem Content. Außer natürlich, dass er seinen Usern diesen Content zur Verfügung stellen kann.

Beim Original-Source Meta Tag habe ich allerdings die Möglichkeit, auf die Quelle zu verweisen, die mir Informationen zum Artikel geliefert hat und die bei der Veröffentlichung zwar schneller war als ich, mir aber nur Informationen, nicht den kompletten Artikel geliefert hat. Und spannend: ich kann zugleich auf mehrere Quellen verweisen (beim Syndication Tag kann ich nur eine Source angeben). Das könnte bedeuten:

1. Beim Canonical Tag gebe ich an, dass ich eine Kopie der Canonical Page bin
2. Beim Syndication Tag gebe ich an, dass mein Artikel in Google News eigentlich nichts verloren hat
aber
3. Beim Original-Source Tag gebe ich an, welche Quelle bzw. welche Quellen mir Informationen geliefert haben.

Je nachdem, wie Google dieses Tag bewerten wird und gesetzt den Fall, es würde auch im normalen Webindex zur Anwendung kommen, hätten wir hier eine großartige Möglichkeit, den eigenen Content zu syndizieren, Verweise zu sammeln und zugleich dem Partner die Möglichkeit zu geben, auch etwas vom Linkjuice abzubekommen.

Nur so eine Idee, vielleicht bin ich auf der falschen Spur – was meint Ihr?

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Author: Astrid Kramer

2 Kommentare

  1. Also ich bezweifle sehr, dass man wirklich einen Nutzen davon hat. Ich schätze, dass dies eine Großoffensive von Google News gegen kleine Nachrichtenseiten werden soll.

    Ich gebe zu, dass ich mich mit dem Thema noch nicht auseinandergesetzt habe, daher ist es nur meine persönliche Meinung…

  2. Hi Igor!

    Mmhhh… wenn man sich so ansieht, wer in Google News vertreten ist und wie erfolgreich die einzelnen Sites sind, dann haben die großen Nachrichtenseiten nicht den geringsten Grund, sich wegen kleinen Sites Sorgen zu machen :-)

    Mir ging’s ja eher um die Möglichkeiten der Contentlizenzierung, sollte das Tag sich im allgemeinen Index durchsetzen.
    Dass man ungern freiwillig auf Fremdquellen verweist, ist klar. Aber wenn man die Möglichkeit hat, auf legalem Weg seine Website mit gutem Content von einem Contentpartner anzureichern, ohne sich diese Texte für sich selbst komplett zu entwerten – das könnte schon sinnvoll sein.
    Insbesondere, da man mehrere Quellen angeben kann und man dadurch eigene Domains als weitere Quelle angeben kann :-)

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